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Lauenburg Gesetz schadet Lauenburger Tabakfabrik
Lokales Lauenburg Gesetz schadet Lauenburger Tabakfabrik
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18:29 30.06.2016
Heiko Behrens von Dan Tobacco mit einer Dose seines veredelten Tabaks. Das Lauenburger Unternehmen stellt Tabak für Pfeifenraucher her. Behrens sorgt sich um immer größer vorgeschriebene Warnhinweise, die Marken verdecken würden. Quelle: tja

Was für ein Irrsinn: Tabak darf jetzt wegen verschärfter Vorschriften nicht mehr Sweet, Vanilla oder Honey heißen. Der „Sweet Vanilla Honeydew“ aus dem Hause Dan Tobacco an der Hafenstraße in Lauenburg etwa ist unter diesem Namen nicht mehr lieferbar. Auch die „Seute Deern“ gibt es nicht mehr. Zu liebreizende Namen lässt das Gesetz für Tabak nicht mehr zu. Außerdem muss das Unternehmen jetzt nachweisen, dass die Waren beim Versand nicht an Minderjährige ausgeliefert werden. „Jugendliche interessieren sich weder für Pfeifen noch für Zigarren“, sagt Firmengründer Heiko Behrens. Dennoch muss das Unternehmen jetzt einen enormen Aufwand betreiben, um die Richtlinien zu erfüllen.

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Manufaktur veredelt Rohtabak zu Sorten mit blumigen Namen. Diese Sortenbezeichnung sind nun verboten. Und Firmen haften beim Jugendschutz.

Ziel all dieser Vorschriften ist es, das Rauchen unattraktiv zu machen und zu verhindern. Bei einem Treffen des lauenburgischen Wirtschaftsbeirates der Lübecker Industrie- und Handelskammer (IHK) in seinem Haus berichtete Heiko Behrens den 25 Gästen von den Problemen, unter denen die Tabakbranche momentan leidet. „Warnhinweise müssen schon so groß gedruckt werden, dass kaum noch Platz für einen Markennamen bleibt“, so Behrens. Und der darf dann auch nicht mehr zu verlockend klingen. „Das Rauchen soll nicht mit Lust verbunden werden“, sagt Behrens.

Weil vorgefertigte Verpackungen einiger Sorten nicht mehr genutzt werden dürfen, ist bereits ein Schaden von etwa 100000 Euro entstanden. „Die Reste des Rauchens, die überhaupt noch da sind, sollen jetzt scheinbar auch angegriffen werden“, fürchtet Behrens.In Lauenburg arbeiten 38 Mitarbeiter der Firmen Dan Pipe (Handel) und Dan Tobacco (Produktion) in der Branche. Der Firmensitz an der Hafenstraße ist ein beliebter Treffpunkt für Kenner der Szene. Unter anderem aus Tansania, Brasilien oder Bangladesh kommt der Rohtabak, der verarbeitet wird. Auf dem Lagerboden liegen immer etwa 60 Tonnen für die fortlaufende Produktion. „Zum Glück haben wir gut zu tun, dass uns diese ganzen Einschränkungen nicht zu stark treffen. Aber eine schöne Situation ist das gerade nicht", berichtet Heiko Behrens.

Der Geschäftsmann hatte die Firma 1972 gegründet und sie stetig ausgebaut.

Besuch des Beirats

Dem Wirtschaftsbeirat der IHK gehören Politiker, Firmenchefs und Vertreter von Interessensverbänden an. „Unser Hauptthema ist aktuell die Infrastruktur“, erklärt Thomas Buhck, der Vorsitzende des Gremiums.

„Wir freuen uns, dass die Ortsumfahrungen für Geesthacht, Schwarzenbek und Lauenburg jetzt im Bundesverkehrswegeplan stehen, das wird dem Raum gut tun“, so Buhck. Außerdem unterstützt der Beirat das Marketing für die Region. tja

Timo Jann

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