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Lauenburg Gestern früh in Ratzeburg: Supermarkt evakuiert
Lokales Lauenburg Gestern früh in Ratzeburg: Supermarkt evakuiert
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22:42 13.07.2018
Der Löschzug des Kreises wurde neben der Feuerwehr Ratzeburg zum Einsatz im Ratzeburger Supermarkt alarmiert.
Ratzeburg

„Als wir vor Ort eintrafen, hatte die Marktleitung bereits mit der Evakuierung des Gebäudes begonnen“, erklärte der Einsatzleiter der Ratzeburger Wehr, Michael Meßfeldt. Etwa 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie noch einmal genauso viele Kunden seien zu diesem Zeitpunkt im Geschäft gewesen. Etwa ein Dutzend dieser 40 Personen mussten vom Rettungsdienst, der ebenfalls mit mehreren Rettungswagen, dem Leitenden Notarzt und dem Ratzeburger Notarzt vor Ort war, untersucht werden. Mindestens zwei von ihnen wurden vorsorglich in das Ratzeburger Krankenhaus gebracht.

Gas-Alarm: Gestern Morgen mussten die Freiwillige Feuerwehr Ratzeburg und der Löschzug Gefahrgut des Kreises Herzogtum Lauenburg zum Marktkauf-Center am Ratzeburger Viehmarkt ausrücken. Dort war es zu einem Leck in einer Kühlleitung gekommen.

Zunächst galt es, den austretenden Stoff zu ermitteln. „Es handelte sich um den Stoff R 744“, ein recht modernes Kältemittel, das auf Kohlendioxydbasis besteht. Der Stoff breitet sich im gesamten Gebäude aus, ist schwerer als Luft und verflüchtigt sich nicht so schnell“, erläuterte Einsatzleiter Meßfeldt. Die Leckage sei in einem Kühltresen in der Käseabteilung ausgetreten, und man versuche, den Stoff mit einem Überdruckbelüfter in eine bestimmte Richtung zu drücken.

In der Zwischenzeit hatte ein Kälteanlagentechniker die ganze Anlage stillgelegt. Der junge Mann, der von der Feuerwehr mit einem Atemschutzgerät ausgestattet wurde, werde nun versuchen, das Leck mit Lötmittel abzudichten.

Sollte die Leckage dann dicht sein und kein Gas mehr ausströmen, wollte die Feuerwehr das ausgetretene Gas mit dem Lüfter aus dem Gebäude blasen. Erst wenn davon nichts mehr zu messen sei, könne man das Gebäude wieder freigeben, so Meßfeldt. Eine Gefahr für die Umwelt sehe er nicht, so der Ratzeburger Einsatzleiter. Das Kohlendioxyd sei nur in hohen Konzentrationen für den Menschen gefährlich, weil das Gas den Sauerstoff verdränge. Insgesamt waren in Ratzeburg 47 Feuerwehrleute im Einsatz. Einige Einheiten, unter anderem die Technische Einsatzleitung, wurden noch während der Anfahrt wieder abbestellt. Die Polizei war mit zwei Einsatzfahrzeugen vor Ort und hatte den Bereich des Parkplatzes von Marktkauf und die Ziethener Straße komplett gesperrt. Der Einsatz , der um 8.21 Uhr begann, war gegen 11.45 Uhr beendet.

Von Jens Burmester

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