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Gewitterfront: Lauenburg steht unter Wasser

Lauenburg/Schwarzenbek Gewitterfront: Lauenburg steht unter Wasser

Starkregen hat den Feuerwehr in Lauenburg und Schwarzenbek am Montagabend zahlreiche Einsätze beschert.

In Lauenburg herrschte Land unter, nachdem eine Regenfront über die Stadt gezogen war.

Quelle: Timo Jann

Lauenburg/Schwarzenbek. Das heftige Gewitter am frühen Abend hat das Herzogtum Lauenburg getroffen. Eine erste Regenfront hatte Lauenburg getroffen, eine Stunde später erwischte eine zweite Regenfront dann das 15 Kilometer entfernte Schwarzenbek. Insgesamt mussten von den Feuerwehrleuten mehr als 20 Einsatzstellen abgearbeitet werden.

Besonders kritisch war die Situation in der Straße Großer Sandberg in Lauenburg. Die abschüssige Straße zwsichen Bundesstraße 5 und Elbufer wird gerade saniert, dort verläuft eine der Hauptentwässerungsleitungen für Oberflächenwasser von der Oberstadt in Richtung Altstadt und Elbe. Für die Rohrsanierung wurde ein Bypass installiert, der die Wassermassen des Unwetters allerdings nach Feuerwehrangaben nicht fassen konnte und aufbrach.

Das Wasser unterspülte Gehwege und ließ sie einstürzen und ein Bagger drohte, in eine ausgespülte Baugrube zu stürzen. In mehreren Häusern stand das Wasser bis zu 40 Zentimeter hoch. "Wir hatten hier reichlich zu tun, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen", sagte Lauenburgs Feuerwehrchef Lars Heuer. Stundenlang pumpten Feuerwehrleute die Wassermassen ab. Außerdem bestand Gefahr durch eine ausgewaschene und freihängende Gasleitung in einer Baugrube. Sie hielt aber und konnte nach Ende des Regens wieder verfüllt werden.

In Schwarzenbek standen im gesamten Stadtgebiet mehrere Straßenzüge unter Wasser, der Regen flutete Tiefgaragen, Keller und Aufzugschächte. Bei einem Discounter lief das Wasser durch die Decke. "Die Schäden lassen sich noch nicht beziffern, sagte Schwarzenbeks Feuerwehrchef Thorsten Bettin.

Weiter Unwetter-Einsätze in ganz Deutschland

Heftige Unwetter mit Sturmböen und Starkregen haben die Einsatzkräfte im Norden und Osten Deutschlands auf Trab gehalten. Bäume knickten um und Keller liefen mit Regenwasser voll. In Hamburg rückte die Feuerwehr in der Nacht zum Dienstag insgesamt 78 Mal aus, in Berlin waren bis Dienstagmittag 38 Einsätze nötig. Im Süden von Schleswig-Holstein zählte die Rettungsleitstelle rund 200 Einsätze binnen zwei Stunden.

Stellenweise fielen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) 25 Liter Regenwasser pro Quadratmeter und Stunde. Das Wasser lief in Keller und Tiefgaragen, bahnte sich durch die Kanalisation den Weg in Häuser und drückte Gully-Deckel auf die Straßen. Unter anderem kam es auf der Ostsee-Autobahn Hamburg-Lübeck zu Behinderungen. In Berlin wurden vier Brände nach Blitzeinschlägen gemeldet. Auch ein Wohnhaus in Brandenburg geriet in Brand, als ein Blitz einschlug.

Ein Unwetter in der sächsischen Schweiz legte neben der Bahnstrecke Prag-Dresden auch die Kirnitzschtalbahn bei Bad Schandau lahm. Eine Schlammlawine hatte sich über Straße und Gleise gewälzt, wie eine Sprecherin der Verkehrsgesellschaft sagte. Geröll blockierte die Gleise.

Bereits in der Nacht zum Montag hatte ein Sturm in Ostwestfalen erhebliche Schäden angerichtet. Ob es sich dabei um einen Tornado gehandelt habe, sei weiter unklar, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag mit. Indizien wie die Schäden sprächen dafür, sagte der Meteorologe DWD-Thomas Ruppert. „Doch uns fehlen die Beweise.“

Prognosen zu einem möglichen „Tornadosommer“ lassen die jüngsten Unwetter nach Einschätzung des Meteorologen nicht zu. Schwere Gewitter mit möglichen lokalen Wirbelstürmen entstünden immer dann, wenn feuchtwarme Hochdruckluft von einem feuchtwarmen Atlantiktief abgelöst werde - wie häufig das in den kommenden Monaten der Fall sein könnte, lasse sich aber nicht vorhersagen.

tja

Auch im Kreis Stormarn musste die Feuerwehr diverse Male ausrücken.

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