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Lauenburg Giftige Dämpfe: Radio warnte Geesthachter
Lokales Lauenburg Giftige Dämpfe: Radio warnte Geesthachter
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11:05 27.06.2017
Dreieinhalb Stunden lang bekämpften Geesthachts Feuerwehrleute einen Brand in der Halle und im Hallendach der Firma „Trio Eloxal“ an der Spandauer Straße. Quelle: Foto: Timo Jann
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Geesthacht

Um 14.26 Uhr hatten Anrufer per Notruf eine Rauchentwicklung gemeldet, schnell war die Feuerwehr vor Ort und konnte durch ihr Eingreifen schlimmeres verhindern (LN berichteten).

„Uns war eine Rauchentwicklung aus dem Dach der Halle einer Firma für Medizinbedarf gemeldet worden, tatsächlich brannte es aber gegenüber. Und in der Firma, wird viel mit Chemikalien gearbeitet, was uns bekannt war“, berichtete Feuerwehrchef Sven Albrecht. Eine dunkle Rauchwolke stieg über der Einsatzstelle auf. Die Spandauer Straße wurde voll gesperrt, die Polizei veranlasste vorsorglich eine Rundfunkdurchsage, damit die Anwohner in Düneberg Fenster und Türen geschlossen halten. Die Rauchwolke zog in Richtung Innenstadt, verflüchtigte sich dann aber durch den Wind.

Anfangs gab es für die Feuerwehr Probleme: Das Hoftor war verschlossen, weil die Mitarbeiter mittags Feierabend gemacht hatten, so dass die Löschfahrzeuge nicht direkt vorfahren konnten. Auch die Türen zur großen Halle waren verriegelt. „Ein Mitarbeiter, der in der Nähe wohnt, öffnete uns dann aber die Tür“, so Albrecht. Aus der 2015 neu gebauten Halle direkt an der Spandauer Straße gelangten die Feuerwehrleute durch ein innen liegendes Rolltor in den alten Hallentrakt, in dem es brannte. Alles war schon stark verqualmt. Durch Atemschutzgeräte gegen den beißenden Rauch geschützt hatten die Retter die Flammen schnell unter Kontrolle. Vom Nachbargrundstück des ehemaligen Baumarktes aus wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um auch auf dem bereits in Brand geratenen Hallendach löschen zu können. Betroffen war eine Anlage zur Metallveredelung.

Drei Strahlrohre nahmen die Feuerwehrleute im Innenangriff und über das Hallendach von der Drehleiter aus vor. Mehrere Lagen Dachpappe machten es schwierig, die Brandherde freizulegen. Dadurch zog sich der Einsatz stundenlang hin. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Brandes übernommen. Auslöser könnte ein technischer Defekt gewesen sein.

 Timo Jann

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