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Lauenburg Graf Gregor lässt die Falter fliegen
Lokales Lauenburg Graf Gregor lässt die Falter fliegen
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22:49 17.03.2016
Gregor Graf von Bismarck eröffnet anstelle seiner Mutter Elisabeth den Schmetterlingsgarten. Ein großes Schmetterlings-Geburtstagsbild erinnert an die Fürstin und ihre große Leidenschaft. Quelle: Fotos: Holger Marohn

Seit 31 Jahren ist das Gewächshaus mit den Faltern und den später hinzugekommenen Koi-Karpfen und dem Café Vanessa die große Leidenschaft der Fürstin und Touristenattraktion zugleich.

 

Ein Asiatischer Schwalbenschwanz hat sich an der Blüte niedergelassen.

Doch in diesem Jahr ist einiges anders. Elisabeth von Bismarck muss passen — gesundheitsbedingt und gefühlt erstmals in der Geschichte des Gartens verpasst die Initiatorin die Saisoneröffnung und bleibt im keine 100 Meter entfernten Schloss. Immerhin: Ferdinand Fürst von Bismarck hat sich auf den Weg beschwerlichen gemacht. Im Café-Stuhl in der ersten Reihe genießt der 85-Jährige das Bad in der Menge.

Die Eröffnungsrede übernimmt Sohn Gregor — der neue Chef der Familiendynastie, der vor einigen Jahren bereits die Amtsgeschäfte der Familienfirmen übernommen hat. Er hat das Manuskript seiner Mutter dabei, erzählt von einem Brasilianischen Zitronenfalter, der erstmals aus Costa Rica eingeflogen worden ist, oder dem Publikumsliebling, dem Blauen Morpho — auch Himmelsfalter genannt. „Der Schmetterling ist in vielen Kulturen das Symbol der Freiheit“, sagt Gregor von Bismarck. Wenn auch nur ein klein wenig von diesem Geist in die Welt hinausgehe, wäre sie vielleicht ein kleines Stückchen besser, hofft Bismarck junior.

Ferdinand Fürst von Bismacrk (85) genießt das Bad in der Menge.

Bis zu 1000 Schmetterlinge werden täglich durch das große Gewächshaus flattern. Einige der Falter werden — einmal aus der Puppe geschlüpft — nur wenige Tage alt. Andere können ein Alter von mehreren Wochen erreichen. Zu sehen sind gleichzeitig etwa 30 bis 40 Arten. In großen Schaukästen hängt der noch verpuppte Nachwuchs mit feinen Nadeln an Korkstücken.

Um für die Saison startklar zu sein, haben die Mitarbeiter seit Oktober an den Vorbereitungen gearbeitet. Nun gibt es den optischen Lohn dafür.

Öffnungszeiten sind bis zum 30. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr

Von Holger Marohn

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