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Gratulation aus Kiel zum neuen Möllner Stadtteil

Mölln Gratulation aus Kiel zum neuen Möllner Stadtteil

Mehr als 200 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft und später viele hundert Möllner sind gestern zur Eröffnung des Robert-Koch-Campus gekommen. Der inklusive Stadtteil soll Modellcharakter bekommen. Dazu gratulierte Landesinnenminister Hans-Joachim Grote (CDU).

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Eröffnung des ersten Bauabschnitts, dem Hauptgebäude, das nun "Robert-Koch-Campus" heißt.  Mit dabei Hans-Joachim Grote (CDU), 
Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration. LTG-Geschäftsführer und Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU).

Quelle: Florian Grombein

Mölln. „In einer so aufgestellten Stadt wie Mölln müssen wir uns keine Sorgen vor der Zukunft machen“, sagte der neue Landesinnenminister gestern bei der Eröffnung des Hauptgebäudes der ehemaligen Bundeswehrverwaltungsschule, dem Robert-Koch-Campus. Grote sprach über die Herausforderungen der Digitalisierung und lobte das Wohn- und Geschäftsgebiet zwischen Hindenburgstraße und Robert-Koch-Straße als künftigen Ort der Begegnung. 200 Wohneinheiten entstünden und damit auch ein völlig neues Quartier. Mölln sei eine weiter wachsende Stadt, die sich mit derartigen Projekten dem demographischen Wandel stelle. Durch den Robert-Koch-Park werde Lebensqualität geschaffen.

In der Tat konnten sich die Besucher, die zwischen 13 und 18 Uhr frei durch das Hauptgebäude und das umliegende Gebiet spazierten, davon überzeugen, dass es dort in Zukunft gut auszuhalten ist. Etwa im Café Flora des Lebenshilfewerkes Mölln-Hagenow (LHW), wo bereits Gäste an Tischen saßen und Kaffee tranken. Das neue Gebäude der Möllner Werkstätten (Fahrrad, Digitaldruck, Floristik, Garten- und Landschaftsbau) besticht durch viel Glas. Trotz andauernder Bauarbeiten lässt sich die spätere Nutzung schon gut erkennen.

Über 200 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft und später viele hundert Möllner sind gestern zur Eröffnung des Robert-Koch-Campus gekommen. Menschen mit und ohne Behinderung sollen in Zukunft in dem neuen Stadtteil zusammen leben, wohnen und arbeiten.

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Im Inneren des Gebäudes staunten Besucher auch beim Anblick des Bistro-Restaurants der Norddeutschen Catering- und Services GmbH. Modern und trendig lässt sich dort in Zukunft speisen. Beide gastronomischen Einrichtungen sind öffentlich nutzbar. Insgesamt zwölf Mieter, Firmen sowie die Integrative Kita Schneideschere, die Freie Schule Mölln oder die Kulturwerkstatt des Lebenshilfewerkes Mölln-Hagenow sind bislang im Park ansässig. Das Hauptgebäude wird auch ein Seniorenzentrum beherbergen, in dem sich das Möllner Unternehmen „Leben und Pflegen Gahl“ der vollstationären Betreuung und der Tagespflege widmet.

„Als ich das Gelände zum ersten Mal sah, dachte ich: Welcher Investor möchte sich das freiwillig antun“, erklärte Bürgermeister Jan Wiegels. Das Gebäude sei beinahe eine Ruine gewesen. Heute habe das Projekt in dem Stadtteil, in dem künftig Menschen mit und ohne Behinderung zusammen leben, wohnen und arbeiten, Modellcharakter. „Das ist für Mölln ein Gewinn“, betonte der Bürgermeister.

„Uns treibt etwas an, dass ich mit dem Bergriff Verantwortung beschreiben möchte“, erklärte Klaus Schlie, Geschäftsführer der Lauenburgische Treuhand Gesellschaft für Beratung und Sanierung mbH (LTG) in seinem Festvortrag. Das seien sechs Männer aus der Region, die dazu beitragen wollten, dass die Lebensumwelt erhalten bleibe und sich entwickele. Es gelte, die Wirtschaft zu fördern, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. „Wir wollen regionale Identität schaffen, um die Zukunft der Region zu sichern.“ Private Investoren gingen dafür ein unternehmerisches Risiko ein. Für sie müsse am Ende auch ein wirtschaftlicher Mehrwert vorhanden sein.

Der Lauenburgische Kunstverein (LKV) und das LHW eröffneten gestern auch die Ausstellung in der künftigen inklusiven Kulturwerkstatt im Festsaal. Unter dem Titel „Salz – Kunst als Salz in der Suppe der Gesellschaft“ sind Werke von 18 Künstlern zu sehen. LHW-Geschäftsführerin Ines Senftleben und LKV-Vorsitzender Dr. William Boehart führten in die erste Ausstellung der Kulturwerkstatt ein.

Die Ausstellung ist noch bis 19. November donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 Von Florian Grombein

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