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Lauenburg Griechischer Wein und Reggae berauschen Möllner Massen
Lokales Lauenburg Griechischer Wein und Reggae berauschen Möllner Massen
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11:53 14.06.2016
Akkordeon und die Violine brachten griechische Klänge in das treibende Reggae-Set von Locomondo. Quelle: Fotos: Biller

Auch mit Hilfe eines Crowdfunding (siehe Beistück) war es den Organisatoren des 14. Möllner Folksfestes gelungen, einen besonderen Höhepunkt zu präsentieren.

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Die Gruppe „Sambalegria“ trommelte das Folksfest am Sonnabendnachmittag ein. Verschiedene Rhythmen sorgten früh für Stimmung.

Crowdfunding

„Schwarmfinanzierung“, ist eine Finanzierungsform für besondere Ereignisse oder Projekte, die in der Regel über das Internet stattfindet.

Kapitalgeber sind eine Vielzahl von Personen, die jeweils einen relativ geringen Geldbeitrag leisten. Die Gegenleistung kann einen materiellen oder ideellen Wert besitzen. thobi

Der Verein „Miteinander leben“ hatte für die fünf Festtage ein buntes und abwechslungsreiches Programm im Sinne der Willkommenskultur auf die Beine gestellt. Am Sonnabend begann die musikalische Einstimmung nachmittags mit den Rhythmen von „Sambalegria“, einer Percussionsgruppe, die vor neun Jahren in Mölln entstanden ist. Viel Beachtung fand der Auftritt von „In Compagnia“, einem Zusammenschluss zweier Trios aus Österreich und Italien. Ihre transalpinen Musiktradionen zauberten mit ihren Balladen, aber auch Einladungen zum Tanzen, eine besondere Atmosphäre auf den historischen Marktplatz.

Dem sehr bunt gemischten Publikum machte dann der Auftritt der „Willkommensband Mölln“ viel Freude. Hobby- und Profimusiker, darunter Michael Jessen und Klaus Irmscher, zeigten, dass Musik und Instrumentierung kulturübergreifend sein kann. Und wenn Klassiker wie „Über den Wolken“ oder „With a little help from my friends“ neu arrangiert und fröhlich präsentiert werden, fällt ein einzelner schiefer Ton nicht besonders ins Gewicht. Bevor Locomondo mit Einbruch der Dunkelheit und knapp halbstündiger Verspätung loslegen konnten, ließ Jörg-R. Geschke (Miteinander leben) die ersten drei Sitzreihen abbauen. „Wir brauchen Platz vor der Bühne“, sagte Geschke, „Locomondo ohne Tanzen geht nicht!“

Recht hatte er. Als die sieben Musiker mit dem charismatischen Frontmann Markos Koumaris die Bühne betraten und sofort Dampf machten (Nebelmaschine), sah man vereinzelte griechische Fähnchen im Publikum und es hielt niemanden auf den Bänken. Zu der üblichen Instrumentierung einer Rock-Pop- Band gehören bei Locomondo auch ein Akkordeon und eine lebhaft und virtuos gespielte Geige. Sänger und Gitarrist Koumaris griff auch ab und an zu einer Mini-Bouzouki.

Große Spielfreude und eine auf das Publikum überspringende Energie brachte die Band über 90 Minuten durch das Folksfest nach Mölln. Reggae, Ska, aber auch Balladen, die jeweils immer wieder traditionelle Elemente griechischer Stimmung von Lebensfreude aber auch Melancholie transportierten, wechselten sich ab. Dabei ließ sich das begeisterte Publikum von den Tempiwechseln innerhalb der Songs gern überraschen und ging euphorisch mit.

„Ihr seid super!“, rief Markos Koumaris von der Bühne. Sehr fröhlich und in sehr gutem Deutsch stellte er die Songs und Bandmitglieder vor. Die Fröhlichkeit der Musiker spiegelt sich auch in ihren Arrangements wieder: Bei so manchem selbstgeschriebenen Reggae wurden augenzwinkernd musikalische Zitate bekannter Songs von Bob Marley eingebaut. Als Koumaris eine Hommage an einen großen Musiker ankündigte, der „leider nicht mehr unter uns ist“ und ein Reggae-Arrangement des Udo Jürgens - Liedes „Griechischer Wein“ folgte, sang das Publikum lautstark mit und es wurden, wie in früheren Zeiten, echte Feuerzeuge geschwenkt. Ein Verdienst sicher auch der professionellen Techniker, die einen hervorragenden Sound transportierten und den Auftritt mit einer guten Lichtshow begleiteten.

Nach 90 Minuten und einer nochmals mitreißenden Zugabe war Schluss und um den Verkaufsstand der Band bildete sich eine Traube von Menschen, die noch ein oder zwei CDs mitnehmen wollten. Peter Köhler, Musiker aus Ratzeburg, kommt immer gern zum Folksfest. „Ich weiß, dass hier immer sehr gute Musik ist und ich Kollegen treffen kann“, sagte er. Und zum Konzert: „Es war eine fantastische Atmosphäre auf der Bühne!“ Nicole Sperber, Sängerin, und Ehemann Matthias, Komponist und Produzent aus Mölln, sagten nach dem Konzert: „Das war echt Hammer! So viel positive Energie!"

Wer neugierig geworden ist oder die selbst erlebten Konzerte noch einmal hören möchte: Deutschlandradio Kultur hat die Auftritte von „Locomondo“ und „In Compagnia“ mitgeschnitten.

Sendetermine: „Locomondo“ am 8. August und „In Compagnia“ am 14. November jeweils ab 20.03 Uhr.

 Thomas Biller

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