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Lauenburg Größte Bürgerinitiative der Gesellschaft
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23:07 14.10.2016
Die alte Emma, ein Bliestorfer Feuerwehrfahrzeug Baujahr 1943, stand für „Feuerwehr gestern“ vor dem Regionalzentrum.

Liebevoll hat Reinhard Mielke einige Stücke aus der Feuerwehrsammlung des Museums für vergessene Arbeit in Steinhorst zusammengestellt und im Sandesnebener Regionalzentrum drapiert. Dort ist am Montag die Ausstellung „Feuerwehr: Gestern, heute und morgen“ eröffnet worden. Renate Andresen und Karl-Hans Lüß aus Labenz haben hier in vielen Stunden Informationen aller 28 Feuerwehren des Amtes Sandesneben/Nusse zusammengetragen, aufgeschrieben, mit Fotos versehen und nun im Amtsgebäude ausgestellt.

 

„Seit über 175 Jahren gibt es jetzt Freiwillige Feuerwehren in unserem Land. Keine andere Vereinigung hat das gesellschaft- liche Leben so geprägt wie das System der Freiwilligen Feuerwehren.“ Michael Raddatz, Kreiswehrführer

„Die Feuerwehren sind die größte Bürgerinitiative, die wir kennen“, sagt Amtsvorsteher Ulrich Hardtke in seinen Grußworten. Und sie seien nicht nur die größte, sondern auch die beharrlichste aller Bürgerinitiativen. Er selbst habe zwar nie den blauen Rock der Feuerwehr getragen, sei aber ein ganz großer Unterstützer. Und die Feuerwehren brauchten Unterstützung und Anerkennung. Hardtke forderte alle Gemeindevertretungen auf, die Nachwuchsgewinnung mit den Feuerwehren gemeinsam voranzutreiben.

Kreiswehrführer Michael Raddatz: „Seit über 175 Jahren gibt es jetzt Freiwillige Feuerwehren in unserem Land. Keine andere Vereinigung hat das gesellschaftliche Leben so geprägt wie das System der Freiwilligen Feuerwehren.“

Die Feuerwehren befänden sich ständig im Wandel der Zeit. Sie müssten sich immer wechselnden Gegebenheiten stellen. Heute sei es unvorstellbar, mit dem Ledereimer ausgestattet zu den Einsatzstellen zu fahren. Schon lange sei die Bekämpfung von Bränden nicht mehr die Hauptaufgabe der Feuerwehren. Technische Hilfe, Tierrettung, Wasserrettung und vieles mehr gehörten mittlerweile zu den Hilfsmaßnahmen der Feuerwehren.

All das werde klaglos hingenommen nach dem Motto: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr.“

Die Bevölkerung könne sich mit Freiwilligen Feuerwehren im Rücken sicher fühlen. Zunehmend schwieriger werde es, Nachwuchskräfte zu gewinnen.

In der Ausstellung, die bis Ende November in der oberen Etage des Regionalzentrums zu sehen ist, wird dem Betrachter sehr anschaulich vor Augen geführt, wie viel Personal die einzelnen Wehren im Amtsbereich zur Verfügung haben, wie oft sie üben, welche Aufgaben sie erledigen und vieles mehr. Und alle mehr als 800 Feuerwehrmänner und -frauen machen diesen Job neben ihrer normalen Berufstätigkeit in der ohnehin oft knapp bemessenen Freizeit und unentgeltlich.

Natürlich soll die Ausstellung, so Amtswehrführer Volker Bockholt, auch Menschen darauf hinweisen, dass gerade sie, die noch nicht in einer Feuerwehr organisiert sind, mitmachen könnten. „Wenn wir die Arbeit auf möglichst viele Schultern verteilen, können wir unsere Aufgaben auch in der Zukunft erfüllen.“

 Jens Burmester

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