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Lauenburg Große Umwege wegen Arbeiten auf B 208
Lokales Lauenburg Große Umwege wegen Arbeiten auf B 208
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21:47 19.08.2016
Hier ist bis September kein Durchkommen: Vollsperrung der B 208 am Ortsausgang Kastorf in Richtung Sierksrade. Quelle: Fotos: Lennard Schröder
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Sierksrade/Kastorf

Ferienzeit ist Sanierungszeit bei Kreis-, Landes- und Bundesstraßen. Die größte Baustelle zur Zeit befindet sich zwischen Berkenthin und Kastorf. Hier wird seit dem 10. August die B 208 erneuert. Damit die Arbeiten schneller fertig werden, ist die Straße komplett gesperrt – das bringt für die Bewohner von Sierksrade und Kastorf einige Einschränkungen mit sich.

Noch bis zum 20. Oktober müssen Anwohner, Pendler und Schulkinder sich auf Einschränkungen einstellen.

Derzeit wird zwischen Kastorf und Sierksrade die Fahrbahndecke sowie die alte Kanalisation erneuert. Sierksrade ist daher noch voraussichtlich bis zum 2. September über die B208 nur aus Richtung Berkenthin zu erreichen, wenn die Bauarbeiten ohne Probleme verlaufen. Auf der Baustelle, etwa 300 Meter hinter dem Ortsausgang Sierksrade in Richtung Kastorf, zeigt man sich zuversichtlich: Die Arbeiten laufen alle nach Plan, man wolle schließlich auch rechtzeitig fertig werden. Die Fahrbahndecke ist bereits auf der gesamten Länge des Bauabschnitts abgefräst, momentan wird an der neuen Kanalisation gearbeitet. Erst wenn diese fertig ist, kann die neue Fahrbahndecke aufgetragen werden.

Wer derzeit von Berkenthin nach Kastorf fahren will, normalerweise eine sechs Kilometer lange Strecke, muss deutlich mehr Zeit einplanen: Mit ganzen 18 Kilometern ist die offiziell ausgeschilderte Umleitung über Klempau, Krummesse, Kronsforde und Bliestorf (aus Berkenthin kommend) drei Mal so lang wie die Originalstrecke. Für viele ist dieser lange Umweg nicht nur eine große Einschränkung, sondern auch unverständlich: „Hätte man die Baustelle nicht einseitig mit einer Ampelschaltung ausführen können?“ Das ist eine der häufigsten Fragen, die sich bei betroffenen Anwohnern in Kastorf stellt. Besonders fürs Einkaufen in Berkenthin sei der lange Umweg zu den Geschäften sehr ärgerlich. Auch der Schulweg für die Kinder werde nach den Ferien deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Einige Anwohner in Sierksrade gehen mit der besonderen Situation entspannter um: Jeder müsse Umwege fahren, doch am Ende freue man sich, wenn alles schön aussehe. Man hätte die Baustelle vielleicht noch besser ausschildern können, sagt eine Anwohnerin. Der fehlende Durchgangsverkehr sei eine positive Abwechslung.

Anscheinend ist für die Sierksrader ein guter Anschluss an Berkenthin wichtiger als die Anbindung an Kastorf. Dementsprechend besorgt blickt man in die Zukunft, wenn ab dem 2. September erst im Ort selbst gebaut und später der Streckenabschnitt nach Berkenthin erneuert wird. Hoffentlich könne man dann die Strecke mit dem Fahrrad fahren, das sei schneller als der lange Umweg mit dem Auto, sagt Iris Runge (51) aus Sierksrade. Eine Ampelschaltung ist in dem Dorf dann doch zu finden. Allerdings ermöglicht auch sie kein Durchkommen nach Kastorf. Es wird der Verkehr im Ort an einer Engstelle geregelt.

Noch bis voraussichtlich zum 20. Oktober müssen sowohl Anwohner als auch zum Beispiel Pendler aus Ratzeburg nach Bad Oldesloe mit den Einschränkungen leben. Dann sollen alle Arbeiten am insgesamt 1,36 Millionen Euro teuren Bauabschnitt beendet sein.

BAUSTELLE!

Land und Kreis nutzen die Sommerferien für zahlreiche Baustellen. So sollen vor allem die Nerven der Pendler geschont werden.

Bei Hornbek ist an der A 24 noch bis zum 9. September die Anschlussstelle in Richtung Hamburg wegen Asphaltierungsarbeiten gesperrt. Erhebliche Behinderungen mit einem Zeitverlust von bis zu einer halben Stunde gibt es weiterhin auf der A 20 in Richtung Lübeck. Wegen Deckenerneuerungsarbeiten steht bis zum 30. September nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Bei Kastorf ist die B 208 noch bis zum 20. Oktober gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Kronsforde. Außerdem ist in der ersten Bauphase bis 2. September Sierksrade nur aus Richtung Berkenthin erreichbar. Ebenfalls die Decke saniert wird auf der Bundesstraße 5. Deswegen ist der Abschnitt zwischen Geesthacht und der K49 gesperrt. Das Helmholtz-Zentrum ist von Gülzow aus erreichbar.

Ab Montag, 22. August, ist die L 205 ist die zwischen Gudow und der Landesgrenze für Asphaltierungsarbeiten gesperrt. In Büchen kommt es in der Lauenburger Straße in Höhe des Bahnhofes zu Behinderungen. Der Kreis erneuert die Decke der K 75 zwischen Güster und Roseburg. Die Arbeiten sollen Ende kommender Woche abgeschlossen sein.

In Stormarn ist bis zum 23. August die L 94 zwischen Grande und Witzhave gesperrt.

 Lennard Schröder

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