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Lauenburg Großes Jubiläum im Hause Jenckel
Lokales Lauenburg Großes Jubiläum im Hause Jenckel
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20:21 18.12.2015
Sirksfeldes Bürgermeister Gerhard Peters (r.) gratuliert Brunhilde und Bruno Jenckel mit einem großen Präsentkorb und einer Urkunde der Gemeinde. Quelle: Fotos: Jens Burmester

Wenn zwei Menschen sich lieben, den Bund der Ehe eingehen und dann 60 Jahre später ihre Diamantene Hochzeit feiern, ist das etwas Besonderes. Brunhilde (82) und Bruno Jenckel (83) aus Sirksfelde haben am Mittwoch diesen besonderen Tag gefeiert. Eine grüne Girlande mit einer goldenen 60 hing an der Tür des großen Bauernhauses an der Hauptstraße. In der guten Stube war der große Tisch eingedeckt — genau wie der große Esstisch in der Diele. Zum Empfang des Paares kamen die örtliche Feuerwehr, der Bürgermeister, Nachbarn und Bekannte.

Und auch die Lübecker Nachrichten gratulierten mit einem Blumenstrauß, auf dessen Rosen sogar Diamanten glitzerten. Immerhin liest man im Hause der Jenckels schon seit mehr als 75 Jahren diese Zeitung. Schwiegersohn Henning Hecht hatte auf dem Dachboden gesucht und schließlich aus dem großen Stapel ein Exemplar vom 16. Dezember 1941 herausgesucht. Da war Bruno Jenckel, der in Sirksfelde geboren und aufgewachsen ist, gerade einmal sechs Jahre alt, seine Frau Brunhilde, geboren in Römstedt bei Bad Bevensen, ein Jahr jünger.

Die beiden hatten sich in der Heimvolkshochschule am Ratzeburger Dom kennengelernt. Beide kamen aus der Landwirtschaft und mussten hier ihren allgemeinbildenden Schulteil absolvieren. Das war im Jahr 1952. Nur drei Jahre später läuteten die Hochzeitsglocken im Ratzeburger Dom. Drei Töchter, Gerlinde (53), Kerstin (56) und Heidemarie (59), haben die Jenckels. Und die wiederum haben ihnen fünf Enkel und drei Urenkel geschenkt.

Irgendwann übernahmen die beiden den Hof von Brunos Eltern. „Wir hatten Kühe, hatten eigentlich so ziemlich alle Tiere, die man sich auf einem Bauernhof vorstellen kann. Heute würde man wohl Bio-Hof dazu sagen“, erinnert sich der Diamant-Bräutigam. Um ein wenig Abwechslung in das Leben des Bauern zu bringen, trat Bruno Jenckel im Jahr 1956 in den Schützenverein Linau ein. Im Jahr 1968 wurde er dort Schützenkönig. Bei den Blauröcken war Bruno schon mit 17 Jahren aktiv. Er wurde schnell Wehrführer in Sirksfelde, bekleidete das Amt 17 Jahre lang. Dann wurde er zum Amtswehrführer des alten Amtes Sandesneben Süd gewählt.

Längst schon ist er Ehrenmitglied, Ehrenamtswehrführer und Ehrenwehrführer. Und nicht zu vergessen: Bruno Jenckel war Mitbegründer der Landjugend Nusse.

Seine Frau hat ihm in all den Jahren nicht nur den Rücken freigehalten, sie hat auch selbst ehrenamtlich für das DRK gearbeitet und viele ehemalige Schüler kennen sie noch als „Milch-Oma“, weil sie an mehreren Schulen Milch in den Pausen verkaufte. „Unsere Mutter ist eigentlich der Mittelpunkt in unserem Haus“, sagen ihre drei Töchter unisono. Sie sei eine Frohnatur und erledige noch heute die Gartenarbeit selbst und stehe auch täglich in der Küche. Größere Zukunftspläne haben beide nicht. Aber sie freuen sich auf die große Feier mit den ganzen Verwandten und vielen Freunden, zu der sie heute Abend im Lauenburger Hof in Sandesneben geladen haben.

„Unsere Mutter ist eigentlich der Mittelpunkt in unserem Haus.“
Gerlinde, Kerstin und Heidemarie Jenckel

Jens Burmester

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