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Lauenburg Grüne kritisieren Entwurf für Wasserschutzgebiet
Lokales Lauenburg Grüne kritisieren Entwurf für Wasserschutzgebiet
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20:40 27.12.2017
Schwarzenbek

„Der Ortsverband der Grünen begrüßt die Einrichtung eines Wasserschutzgebietes für das Wasserwerk Schwarzenbek. Der vorliegende Entwurf erfüllt aber nicht unsere Erwartungen“, betont der Sprecher der Grünen, Ralph Urban. So solle auf die Einrichtung der sogenannten „Engeren Schutzzone“ (Zone II) verzichtet werden, die in der Umgebung der Förderbrunnen (Müssener Wiesen) Schutz vor Straßenbau und bauliche Anlagen bieten würde. Trotz der rasanten Zunahme der Einwohnerzahl hätten es die Schwarzenbeker und ihre politischen Selbstverwaltung bisher geschafft, ihr Wassereinzugsgebiet von einer Bebauung freizuhalten. „Die bislang noch gute Trinkwasserqualität des dort entnommenen Grundwassers bestätigt diese Haltung und sollte auch in Zukunft Ziel des Grundwasserschutzes sein“, sagt Ralph Urban.

Im Erläuterungsbericht zur Ausweisung eines Wasserschutzgebietes für das Wasserwerk Schwarzenbek vom August 2016 fänden sich an mehreren Stellen Hinweise für eine beginnende Verschmutzung des Trinkwassers, zum Beispiel Anzeichen für Stoffeinträge aus der Landnutzung und erhöhte Sulfatgehalte. Urban zitiert: „Insgesamt stützen die Ergebnisse die Annahme, dass im Einzugsgebiet ein unerwünschter Stoffeintrag in das Grundwasser stattfindet. Dieses belegt, dass im Einzugsgebiet des Wasserwerkes Schwarzenbek nur ein unzureichendes, natürliches Schutzpotenzial vorhanden ist. Die flächenhaft nachgewiesenen Beeinträchtigungen der Grundwasserbeschaffenheit in den Grundstockwerken 1 und 2 sowie die bereits vereinzelt aufgetretenen Belastungen im Stockwerk 3 erfordern geeignete Maßnahmen zur Minderung der anthropogenen Stoffeinträge.“

Wie Urban erläutert, seien im Bereich des B-Plans 33 zwischen der Schützenallee und der oberen Uhlenhorst vor der Bebauung eine Ziegelei betrieben worden sowie Hausmüll und Bauschutt entsorgt worden.

„Ob und in welchem Ausmaß Altlasten noch heute Auswirkkungen auf unsere Grundwasserbeschaffenheit haben, müsste im Rahmen der Einrichtung des Wasserschutzgebietes geprüft werden“, fordert der Sprecher der Grünen.Der von der Stadt abgesegnete Entwurf bleibe in Bezug auf stickstoffhaltige Düngemittel und Pestizide weit hinter dem Stand der Technik zurück. Die Grünen fordern einen verbindlicher Nährstoffvergleich auf Berechnungsbasis der „Hoftorbilanz“, um die Vorgaben der EU-Nitratrichtlinie einhalten zu können.

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