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Lauenburg Grüne wollen Mölln an die S-Bahn anschließen
Lokales Lauenburg Grüne wollen Mölln an die S-Bahn anschließen
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00:00 21.12.2012
Konstantin von Notz, Regina Hälsig und Burkhard Peters (v. l.) erkundeten die Wünsche der regionalen Wirtschaft. Quelle: Hanno Hannes
Mölln

Die Grünen möchten Mölln attraktiver machen — für die Wirtschaft und vor allen Dingen für die Menschen. „Mölln sollte mehr auf intelligente Standortpolitik in Richtung Lebensqualität setzen“, fordert Dr. Konstantin von Notz, Bundestagsabgeordneter und Stadtvertreter von Bündnis 90 / Die Grünen.

Um zu erfahren, welche Wünsche die Wirtschaft an den Standort Mölln hat, haben die Grünen-Politiker von Notz, Regina Hälsig (Fraktionsvorsitzende in der Möllner Stadtvertretung), der Stadtverordnete Reimund Waldorf und der Landtagsabgeordneter Burkhard Peters verschiedene Betriebe besucht und dort Gespräche geführt.

Ein besonderer Schwerpunkt wurde hierbei auf die Mobilität der Mitarbeiter und die Konzepte des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gelegt. In ihren Befragungen bei Firmen wie der Ipsos-GmbH, Coca Cola oder dem Reha-Zentrum hätten die Grünen erfahren, dass die Unternehmen sehr wohl Wert auf Standortfaktoren wie Infrastruktur und Lebensqualität setzen würden.

Hälsig bringt das Ergebnis auf eine knappe Formel: „Wir brauchen eine S-Bahn von Mölln nach Hamburg.“ Auch für von Notz ist das keine Forderung aus dem Reich der Utopie: „Der Speckgürtel von Hamburg hört da auf, wo der Nahverkehr aufhört“, assistiert er seiner Parteikollegin. Sollte es einen besseren ÖPNV geben, sei es auch möglich, dass Hochqualifizierte von Hamburg nach Mölln pendeln würden, griff Burkhard Peters den Gedanken auf.

Mölln selbst könne natürlich keine S-Bahn bauen, aber den innerstädtischen Verkehr intelligent vernetzen. Dazu zähle, dass ZOB und Bahnhof zusammengelegt würden, und dazu zähle, dass die Fahrpläne der Busse und Züge besser aufeinander abgestimmt werden. „Es geht um Anschlusssicherheit“, sagte von Notz. Gerade für Beschäftigte von Firmen, die in der Waldstadt liegen, sei es wichtig, dass sie vom Bus direkt in die Bahn umsteigen und ohne längere Wartezeit weiterfahren könnten, erläutert der Bundestagsabgeordnete. Und am Bahnhof selbst könnten schon kleine Maßnahmen wie abschließbare Fahrradboxen dazu beitragen, dass mehr Pendler vom Auto auf den ÖPNV umsteigen. Regina Hälsig regt auch eine Verbesserung des Nahverkehrs zwischen Mölln und Zarrentin an. „Bedarfsverkehr“ ist für sie das Stichwort.

Doch Lebensqualität definiert sich für die Grünen auch übers Internet. „Mölln sollte sich dafür einsetzen, dass es hier ein so gutes W-Lan-Netz gibt wie in Hamburg“, sagt Peters. Wer junge Familien aus der Großstadt locken wolle, müsse auch urbane Lebensbedingungen bieten. Ansonsten drohe Mölln die Vergreisung.

Wir brauchen eine S-Bahn von Mölln nach Hamburg.“Regina Hälsig, Fraktions-

vorsitzende der Grünen in der

Möllner Stadtvertretung

Hanno Hannes

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