Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Grundstein für weitere innovative Ideen
Lokales Lauenburg Grundstein für weitere innovative Ideen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:19 04.05.2016
In das neue Coastal Competence Center des Instituts für Küstenforschung investiert des Helmholtz-Zentrums in Geesthacht 6,4 Millionen Euro.

Der Bau ist schon fast aus der Erde heraus, die Freunde der künftigen Nutzer groß: Mit der Grundsteinlegung für das „Coastal Competence Center — C3“ des Instituts für Küstenforschung hat das Geesthachter Helmholtz-Zentrum gestern auch offiziell den Startschuss für das 6,4 Millionen-Euro-Projekt gegeben.

Helmholtz-Zentrum Geesthacht gibt Startschuss für neues Coastal Competence Center der Küstenforschung.

„Mit diesem Gebäude schaffen wir in Geesthacht mehr Platz für die innovativen Ideen der Küstenforscher“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Kaysser. Herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, erfahrene Technikerinnen und Techniker, moderne Architektur und zeitgemäße Laboreinrichtung machten so das Institut fit für die Zukunft, so Kaysser. Die Küstenforschung, die immerhin ein Drittel der Arbeit am Standort ausmache, habe die große Herausforderung, das System in seiner Gänze und Komplexität zu verstehen. Ziel sei es, zu erkennen, welchen Einfluss heutige Entscheidungen auf die Zukunft haben.

Genaugenommen entstehen sogar zwei Gebäude: Einziehen in die zusammen 800 Quadratmeter Nutzfläche bietenden Bauten werden unter anderem die Wissenschaftler der Abteilung Fernerkundung. „Diese vermessen auch die Produktivität von Meeresgebieten mit Hilfe von Satellitendaten. Dazu haben sie eine Berechnungsmethode entwickelt, die aus den Messwerten des Satelliten auf die Inhaltsstoffe im Meerwasser schließen kann — und damit auf die Produktivität des Planktons im Meer“, sagt Kaysser. Dieser Algorithmus laufe auf den Zentralrechnern der Europäische Raumfahrt Agentur (ESA) und filtere gewissermaßen die Rohdaten, die von Satelliten zur Erde gesandt werden. Die empfindlichen Instrumente zur Kalibrierung des Algorithmus würden dort ein neues Zuhause finden.

Ministerialdirigent Dr. Herbert Zeisel vom Bundesforschungsministerium und Aufsichtsratsvorsitzender der Helmholtz-Gesellschaft erhofft sich vor allem Erkenntnisse: Als Investor, der der Bund ja sei, erwarte er keine Bauten, sondern vor allem Ergebnisse für die Gesellschaft und viele neue Ideen zur Nutzung, so Zeisel.

Die Fertigstellung ist für Oktober 2017 geplant. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht trägt die Kosten aus Eigenmitteln.

Wissen schafft Nutzen

200 Mitarbeiter hat das Helmholtz-Zentrum Geesthacht als Zentrum für Material- und Küstenforschung. Dem Leitsatz „Wissen schafft Nutzen“

folgend, erarbeiten die Mitarbeiter wissenschaftliche Erkenntnisse und entwickeln daraus konkrete Nutzungsoptionen für Gegenwart und Zukunft.

Als Mitglied der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft, leistet das Helmholtz-Zentrum Geesthacht substanzielle Beiträge zur Klärung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft.

Von Holger Marohn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige