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Lauenburg Gülzow: Feuer zerstört Einfamilienhaus
Lokales Lauenburg Gülzow: Feuer zerstört Einfamilienhaus
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11:03 08.01.2013
Quelle: Timo Jann

Ihr großzügiges Einfamilienhaus mit mehr als 200 Quadratmetern Wohnfläche am Buchenweg brannte völlig ab. Die Bewohner konnten sich unverletzt retten, der Schaden beträgt mindestens 400 000 Euro. Ermittler der Kripo wollen jetzt versuchen, in der Ruine die Brandursache zu klären.

Gegen 0.30 Uhr hatten die Bewohner im Wohnzimmer ein Feuer bemerkt. Sofort riefen sie die Feuerwehr. „Als wir wenige Minuten später am Einsatzort waren, drang überall aus dem Dach schon Qualm. Unser erster Löschtrupp, der sofort ins Haus gegangen ist, konnte den Brandherd wegen der starken Rauchentwicklung nicht finden“, erklärte Gülzows Wehrführer Andreas Diersen.

Augenblicke später schlugen bereits Flammen aus dem Dach. Feuerwehrleute aus Schwarzenbek, Kollow, Juliusburg und Krukow rückten zur Unterstützung nach Gülzow aus. Die fast 100 Feuerwehrleute hatten dabei gleich mit drei Problemen zu kämpfen: Der Einsatzort lag in einer engen Sackgasse. Nur ein Löschfahrzeug konnte zum Haus vorfahren, damit noch Platz für die Drehleiter blieb. Von der aus konnte der Brand aus der Höhe bekämpft werden. Zweites Problem: Der strenge Nachtfrost. Eispanzer überzogen die Schutzkleidung der Feuerwehrleute, es war spiegelglatt, die Hydranten zugefroren und das Löschwasser gefror in den Schläuchen. „Und dann hatten wir einen extremen Funkenflug“, sagte Diersen.

„Wir hatten schon sehr extreme Bedingungen“, sagte Amtswehrführer Wolf-Dieter Abel. Gegen 1 Uhr stand der Dachstuhl des Einfamilienhauses lichterloh in Flammen, kurze Zeit später stürzte er teilweise ein. Die Bewohner kamen derweil bei Nachbarn unter. Um ausreichend Wasser einsetzen zu können, reichte der Hydrant vor dem brennenden Haus nicht aus. Andere Hydranten in der Nähe waren jedoch trotz vor dem Winter eingebauter Folien vereist. Deshalb musste erst eine einen Kilometer lange Schlauchleitung zu einer Zisterne am Osterfelder Weg aufgebaut werden. „Als wir dann richtig löschen konnten, hatten wir die großen Flammen schnell aus“, sagte Diersen. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch stundenlang hin, am Vormittag wurden noch Brandnester abgelöscht.

In der mit einem dicken Eispanzer überzogenen Ruine wollen Ermittler der Kriminalpolizei jetzt versuchen, die Brandursache zu klären. Während das Feuer im Dach alles zerstörte, richtete das Löschwasser im Erdgeschoss große Schäden an. Das Einfamilienhaus mit dem eingestürzten markanten Turm über dem Eingang wird wohl nicht mehr zu retten sein.

tja

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