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Lauenburg Haus abgebrannt – Großes Dankeschön für Feuerwehren
Lokales Lauenburg Haus abgebrannt – Großes Dankeschön für Feuerwehren
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21:02 12.10.2017
Rainer und Theda Borgstädt (vorn) mit den beiden Wehrführern Karl-Björn Petersen aus Bergrade (links) und Torsten Lembke aus Duvensee sowie Bürgermeister Hans-Peter Grell (Mitte). Quelle: Foto: Jeb

Was damals blieb, waren ein riesiger Haufen Schutt und Asche und die Erinnerungen. Rainer und Theda Borgstädt hatten für die ehrenamtlich arbeitenden Feuerwehrmänner und -frauen nicht nur ein großes Dankeschön parat, sondern sie stellten den beiden Duvenseer Ortswehren auch einen Geldbetrag zur Verfügung, von dem sich die Blauröcke etwas anschaffen sollen.

Wertvolles Hilfsmittel arbeitet mit Infrarotstrahlung

Mit Hilfe von Wärmebildkameras können Feuerwehrleute Glutnester aufspüren. Auch die Suche von Personen in verrauchten Gebäuden ist mittels dieser Technik möglich.

Ähnlich wie bei einem Fotoapparat wird mit der Wärmebildkamera die Umgebung abgebildet. Allerdings empfangen die Geräte Infrarotstrahlung, die die Temperaturen messen und bildlich darstellen.

„Der Betrag ist nicht zum Feiern gedacht, sondern es soll eine Anschaffung für die Feuerwehren sein, von der sie bei ihrer tollen Arbeit für das Allgemeinwohl auch profitieren sollen“, erklärte Rainer Borgstädt.

Die beiden Feuerwehrchefs, Torsten Lembke (Duvensee) und Karl-Björn Petersen (Bergrade), hatten sich zusammen gesetzt und waren sich schnell einig geworden, wie das Geld angelegt werden soll. Jede der beiden Ortsfeuerwehren soll eine Wärmebildkamera bekommen. Und damit noch nicht genug – die Duvenseer Wehr erhielt auch noch einen Defibrillator, der auch von der First-Responder-Gruppe benutzt werden kann. Gleichzeitig wird der Defi aber auch bei Veranstaltungen in der Alten Schmiede im Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung stehen. Dort ist im hinteren Teil die Feuerwehr Duvensee untergebracht, so dass das Gerät schnell einsatzbereit wäre.

Bei der Übergabe sagte Borgstädt zwei Sätze, die ihm wichtig erschienen: „Für mein Empfinden ist das nicht genug“ und „Ich stellte mir die Frage, was ist ein Leben wert?“ Und hier sei es sogar um zwei Leben, nämlich sein eigenes und das seiner Ehefrau Theda gegangen. Sein Dankeschön mit der Spende an die beiden Ortswehren sah Borgstädt hervorragend umgesetzt. „Ich werde das zum Anlass nehmen, mal wieder einen Erste-Hilfe Kursus zu besuchen“, machte der 72-Jährige deutlich.

Ein Großfeuer hatte am 4. Oktober 2015 das alte mit Reet gedeckte Haus in Schutt und Asche gelegt. Das Ehepaar Borgstädt wurde gerettet, weil eine aufmerksame Spaziergängerin das Feuer bemerkte und rechtzeitig Alarm geschlagen hatte. Über 150 Einsatzkräfte aus elf Feuerwehren waren teilweise bis zum nächsten Morgen im Einsatz.

Inzwischen ist an gleicher Stelle ein neues Reetdachhaus wieder aufgebaut worden. Die Borgstädts, die nach dem Feuer bei einem Zimmermann in Duvensee untergekommen waren, wohnen bereits wieder in ihren eigenen vier Wänden, auch wenn noch einige Arbeiten am neuen Haus zu erledigen sind.

Jens Burmester

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