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Lauenburg Heimatbund-Aktion „Gegen das Vergessen“
Lokales Lauenburg Heimatbund-Aktion „Gegen das Vergessen“
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20:27 28.07.2016
Ludwig Kindermann (Heimatbund, v. l.), Karl-Horst Salzsäuler (Ziethens Bürgermeister), Karl- Heinz Knies (Zeitzeuge) und Hartwig Fischer (Historiker). Quelle: hfr

Ende 2015 hatte der Ratzeburger „Heimatbund und Geschichtsverein“ an der „Schönen Aussicht“ in Bäk eine Informationstafel aufgestellt, um an das „Barber-Lyaschenko-Abkommen“ von 1945 zu erinnern. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam es zu einem ungewöhnlichen Gebietsaustausch zwischen lauenburgischen und mecklenburgischen Gemeinden durch die damalige britische und sowjetische Besatzungsmacht. In Anwesenheit zahlreicher Gäste enthüllte der Heimatbund nun in einer weiteren Aktion im lauenburgischen Wietingsbek bei Ziethen unmittelbar an der ehemaligen Grenze am Wanderweg Mechower See eine weitere Tafel.

Der Historiker Hartwig Fischer verwies darauf, dass seit der Grenzöffnung 1989 im ehemaligen „Todesstreifen“ zwischen Ost und West das einzigartige Naturschutzgebiet „Grünes Band“ verwirklicht worden sei, das sich vom Eismeer in Norwegen bis zum Schwarzen Meer zu einem Refugium für die Tier- und Pflanzenwelt entwickelt habe. Durch den raschen und fast vollständigen Abbau der Grenzsperranlagen nach dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 sei es allerdings versäumt worden, einzelne Teile der Sperranlagen als historische Relikte einer inhumanen Politik für die Nachwelt zu erhalten. Fischer erläuterte, dass es Ziel des Heimatbunds sei, durch die Aufstellung von Informationstafeln einen tiefen Einblick in die Heimat- und Regionalgeschichte zu ermöglichen und damit ein authentisches Geschichtsbewusstsein zu vermitteln.

Die nächste Info-Stele wird vom Heimatbund am symbolträchtigen 12. November 2016 um 13 Uhr an der ehemaligen innerdeutschen Grenze nahe Mustin (B 208) am dortigen Grenzstein enthüllt.

LN

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