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Lauenburg Heimatforscher Erich Stamer ist gegangen
Lokales Lauenburg Heimatforscher Erich Stamer ist gegangen
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18:17 27.08.2016

Er kannte buchstäblich jeden Stein in Wentorf – und auch alles, was darunter lag: Erich Stamer war ein Heimatforscher, den Pflanzen und Tierwelt seiner Umgebung ebenso interessierten wie Brauchtum, altes Handwerk, Dorfpolitik und Sport. Er legte eine große Sammlung von Fossilien und Artefakten aus der Vorzeit an, entwarf und schnitzte eigenhändig das Dorfwappen, baute die Leichtathletik im TSV Wentorf auf und schrieb eine unterhaltsame Chronik: „Geschichte und Geschichten aus Wentorf A.S.“ (2010). Jetzt ist der geschätzte Heimatforscher im Alter von 88 Jahren gestorben. Der gelernte Tischler arbeitete als Bootsbauer und später als Modellkonstrukteur in Lübeck, sein Herz aber hing an Wentorf. Hier war er zugleich aktiver Dorfpolitiker, 16 Jahre im Gemeinderat und genauer Beobachter von Nachbarn und Umwelt. Sein Antrieb dazu war die Dankbarkeit für ein gütiges Schicksal: Auch Jahrzehnte später war die Kriegserfahrung und der Verlust vieler Schulkameraden für ihn immer noch ein beherrschendes Thema: „41 Gefallene aus unserem Dorf bei gerade 400 Einwohnern. Eine ganze Generation ging verloren. Das merkt man bis heute“, sagte er einst.

stt

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