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Lauenburg Heimlichkeiten, Herzrasen und Himbeerbaiser
Lokales Lauenburg Heimlichkeiten, Herzrasen und Himbeerbaiser
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20:21 29.02.2016
Hand aufs Herz: Trauen Sie dieser Frau Mord und Totschlag zu? Eva Almstädt schreibt spannende Lübeck-Krimis.
Freudestrahlend steht Eva Almstädt in der gemütlich zum Gastraum ausgebauten Tenne des Labenzer Antik Cafés. Hebt ihr Buch und fängt an zu lesen. Um einen Mann mit eingeschlagenem Schädel geht es. Um seinen Bruder, einen Metzger, der Albträume von in Kühlräumen hin- und herpendelnden Tierkadavern hat. Um einen Pferdekopf, der in einem Lagerfeuer vor sich hinkokelt. Und natürlich geht es um Pia Korittki. Das ist nämlich Eva Almstädts Hauptfigur, eine Lübecker Kriminalkommissarin, die in „Ostseefeuer“in ihrem bereits zehnten Fall ermittelt (Bastei Lübbe, 384 Seiten, 9,99 Euro).

Magic Dinner

Das Antik Café in Labenz (Hauptstraße 51) kann mehr als gutes Essen. Ergänzend zu High Tea, Landhausfrühstück und Sonntagsbrunch steht am 29. April die nächste Veranstaltung an:

„Magic Dinner“ mit Gunthard Pupke, Zauberkünstler aus Leidenschaft. Beginn ist um 19 Uhr, Teilnahme: 32 Euro inklusive Apéritif und Buffet.

Mord und Totschlag, Leichenteile, eine Kommissarin, die nicht nur auf Mörderjagd ist, sondern sich auch mit dem Vater ihres Kindes um das Sorgerecht streiten muss. Wer Eva Almstädt gegenübersteht, wundert sich, dass diese strahlende Frau derart fiese Geschichten erfindet. Nur gut, dass sie rechtzeitig die Kurve kriegt und den Pferdekopf vor sich hinqualmen lässt — denn in der ersten Pause der spannenden Lesung bittet Gastgeberin Bettina Hansmeyer zum Buffet.

Die Tische sind reich gedeckt mit appetitlich arrangierten Leckereien, die Hansmeyers Ehemann Peter Behrens vorbereitet hat. Locker plaudernd hat Eva Almstädt sich eingereiht, bewaffnet mit Teller und handelsüblichem Essbesteck. Sie erzählt, wie sie für ihre Geschichten recherchiert, durch Lübeck streift, um sich keinen Patzer bei der Beschreibung der Stadt zu leisten. Wie sie sich von einer befreundeten Richterin ein Gefühl dafür vermitteln lässt, wie es bei Streitigkeiten ums Sorge- und Aufenthaltsrecht aussieht. Recherche, Schreiben, Lesen, der direkte Kontakt zu Lesern — all das bereitet der 50-Jährigen ganz klar Freude.

Nach dem Essen geht es um Zeugenbefragungen, um eine gefühlt Hundertjährige mit schier unstillbarer Neugier und, dank Fernglas, Adleraugen, und es geht um einen Mann mit Fotoapparat, der Pia Korittki stalkt. All das macht große Lust, das Buch zu lesen, und so soll es ja auch sein. Und dann ist da auch noch die Lust auf das Nachtischbufett, denn, mal ehrlich, bei so viel Herzrasen ist einem dann schon nach Himbeerbaiser.

Bevor es nach Hause geht, liest Eva Almstädt noch aus dem Manuskript zu „Ostseetod“. Das ist Pia Korittkis elfter Fall, das Buch erscheint im März. Aber das ist eine andere Geschichte . . .

Dorothea Baumm

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