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Lauenburg Helferkreise als Multiplikatoren gewürdigt
Lokales Lauenburg Helferkreise als Multiplikatoren gewürdigt
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20:43 19.09.2016
„Wir glauben, dass Integration gelingen kann!“Nicole Schröter, Escheburg Quelle: thobi

Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der Integrationsarbeit ein Dankeschön zu sagen und sich gleichzeitig auszutauschen und über die Arbeit zu informieren: Das stand im Mittelpunkt der Regionalkonferenz „Integration“ in Ratzeburg mit zahlreichen Vertretern aus Politik und Verwaltung in der Lauenburgischen Gelehrtenschule. Organisiert hatte diese kreisweite Tagesveranstaltung die Koordinierungsstelle des Kreises. Der Einladung von Kreispräsident Meinhard Füllner und Landrat Dr. Christoph Mager waren fast alle 30 Helferkreise gefolgt.

Wohnraum für Flüchtlinge

Nach Auskunft der Koordinatoren erfolgen durch den Kreis mindestens zweimonatlich Abfragen an die Städte und Ämter über freie Kapazitäten. Daraus werde eine Rangliste erstellt. In absoluten Zahlen stehen derzeit kreisweit etwa 800 freie Plätze zur Verfügung. Die Unterbringung von Familien unterliegt dabei besonderen Kriterien.

Füllner betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Zusammenwirkens von Verwaltung und Ehrenamtlichen bei der Integration. „Es ist der unermüdlichen Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeiter in den Verwaltungen der Kreise, Städte und Ämter und den unzähligen freiwilligen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken, dass Deutschland die Aufnahme von mehr als 1,2 Millionen Menschen geschafft hat“, so Füllner. Der Kreispräsident warnte auch vor den Folgen eines Scheiterns der Integration und forderte „Regeln, Strukturen und vor allen Dingen die erforderlichen Ressourcen, um ihr Engagement auf dem Weg zur Integration und das bisher Erreichte auch in nachhaltige Bahnen zu lenken“.

Landrat Mager zu den Helferkreisen: „Wir haben Freude und Last mit Ihnen!“ Die Freude, so erläuterte Mager, beträfe die große Bereitschaft zur Hilfe und Unterstützung. Die Last entstünde, so der Landrat mit einem Augenzwinkern, „weil sie sich nicht immer an Verwaltungswege halten. Aber das ist hier und da auch gut so!“ Mager plädierte für eine offene Gesellschaft und warnte vor flüchtlingskritischen Strömungen. An die Helferkreise gerichtet, sagte der Landrat: „Wir brauchen Sie, um ein Stück entgegenzusteuern; Sie sind Multiplikatoren für die Gesellschaft!“

Bei der anschließenden Ehrung der Vertreter ließen die Organisatoren Uta Röpcke und Andreas Bockholt (Flüchtlingskoordinatoren) eine Vorstellung der einzelnen Helferkreise zu, was dem Kennenlernen dienlich war. Das Interesse am gegenseitigen Erfahrungs- und Wissensaustausch der einzelnen Gruppen erwies als sehr groß. Die Infostände boten Gelegenheit für zahlreiche Gespräche.

Weiter geht mit den jeweiligen Regionalkonferenzen für den Nord- und Südkreis.

Thomas Biller

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