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Helios schreibt Erfolgsgeschichte in Geesthacht

Geesthacht Helios schreibt Erfolgsgeschichte in Geesthacht

4,6 Millionen Euro teurer Anbau ermöglicht die gleichzeitige medizinische Betreuung von 132 Kindern und Jugendlichen.

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Kinder und Mitarbeiter lassen zur Einweihung des Helios-Anbaus Luftballons aufsteigen. Vorne von links Heiko Pichler, Achim Nolte und Astrid Reincke von Helios, daneben Georg Miebach, der Erste Stadtrat.

Quelle: Fotos: Timo Jann

Geesthacht. In der neurologischen Reha-Klinik der Helios-Gruppe in Geesthacht können künftig noch mehr junge Menschen rehabilitiert werden. Gestern wurde der 4,6 Millionen Euro teure Anbau mit 40 Patientenzimmern eingeweiht. „Durch den Anbau können wir nun gleichzeitig 132 Kinder und Jugendliche medizinisch betreuen. Damit stärken wir unsere Position als hochspezialisierte und größte neuropädiatrische Reha-Klinik in Norddeutschland“, erklärt Astrid Reincke, Geschäftsführerin der Klinik. Genau ein Jahr lang haben die Baumaßnahmen gedauert.

LN-Bild

4,6 Millionen Euro teurer Anbau ermöglicht die gleichzeitige medizinische Betreuung von 132 Kindern und Jugendlichen.

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„Es fühlt sich in den ersten Tagen bereits richtig gut an“, schwärmt Chefarzt Dr. Achim Nolte vom Neubau, der an das ehrwürdige Susannenhaus angedockt wurde. Das Erdgeschoss dort hat einen Durchgang zum ersten Obergeschoss des Neubaus – der Hanglage wegen. Das Erdgeschoss im Neubau bietet direkten Zugang zu Garten und Spielplatz. Unten sind die Zimmer für Kinder, im Obergeschoss die für die Jugendlichen. Nolte: „Den Charme einer Jugendherberge haben wir damit abgelegt.“ Nach und nach sollen die Zimmer im Susannenhaus saniert werden, dort entstehen Büros und Therapieräume. Der Anbau könnte in Zukunft sogar noch aufgestockt werden.

2002 hatte Helios die Reha-Klinik in einer schwierigen Zeit übernommen. Nolte erinnerte sich gestern, dass die Auslastung damals unter 40 Prozent lag, jährlich wurden 240 Patienten versorgt. Heute beträgt die Auslastung fast 100 Prozent, mehr als 1000 Patienten werden von den Mitarbeitern im Jahr betreut. „Was Sie hier heute sehen, ist auch Ihr Verdienst“, lobte Helios-Regionalmanager Heiko Pichler die Mitarbeiter der Klinik für deren Engagement.

„Wir sind im Budget und im Zeitplan geblieben“, berichtet Astrid Reincke. „In der heutigen Zeit ja durchaus ungewöhnlich“, sagt sie. „Wir unterstützen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dabei, nach schweren Schädigungen des Gehirns oder anderen neurologischen Schäden wieder weitestgehend selbstständig zu leben. Dabei bieten wir eine optimale Versorgung, von der Frührehabilitation intensivmedizinisch betreuter Patienten bis zur medizinisch-schulischen beziehungsweise beruflichen Reha“, erläutert Nolte.

Saskia Folkers zum Beispiel ist mit ihrer Tochter Eeske in der Klinik. Die 9-Jährige hat große Fortschritte gemacht. „Die Selbstständigkeit meiner Tochter kann im neuen Zimmer durch das eigene barrierefreie Bad noch einmal gestärkt werden. Es ist richtig schön geworden“, berichtete Saskia Folkers, die – wie es in allen Zimmern möglich ist – in einem Beistellbett bei ihrer Tochter bleiben kann.

Georg Miebach, Geesthachts Erster Stadtrat, zeigt sich begeistert von den Leistungen, die bei Helios vollbracht werden. Kürzlich hatte er die Klinik mit Bürgermeister Olaf Schulze besichtigt. „Das ist hier über Jahre hinweg eine richtige Erfolgsgeschichte“, betont Miebach. Und ergänzt verschmitzt: Obwohl das Gelände in Edmunds- thal-Siemerswalde der Hansestadt Hamburg gehört, sei es eben doch eine Geesthachter Klinik.

Von der Lungenheilanstalt zur hochmodernen Rehaklinik

Das Gelände Ed-

mundsthal-Siemerswalde an der Geesthachter Johannes-Ritter-Straße gehört der Hansestadt Hamburg.

Früher befand sich hier eine Lungenheilanstalt. Danach wurden die Gebäude umgenutzt, Hamburg betrieb dort ein Krankenhaus zur Rehabilitation von Kindern und eine geriatrische Klinik für Senioren.

Nach einer Insolvenz vor 15 Jahren ging der Betrieb in private Hände. Helios kümmert sich heute um die Rehaklinik, Vitanas um die Geriatrie, ergänzt um ein Seniorenzentrum. Der Anbau war in nur einem Jahr fertiggestellt.

Timo Jann

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