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Lauenburg Hella macht Bismarck-Quelle frisch
Lokales Lauenburg Hella macht Bismarck-Quelle frisch
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09:46 04.07.2017
Gregor Fürst von Bismarck, Bismarck-Quellen-Gesellschafter Wolff Lange, Hansa-Heemann Vorstandsvorsitzender German Reichert und Nestle-Waters-Finanzchef Johannes Borsche stoßen auf die Übernahme an – mit Mineralwasser. Quelle: Foto: Holger Marohn
Aumühle

Auf dem Firmengelände des Aumühler Mineralwasserherstellers Fürst Bismarck Quelle weht künftig die Flagge der Hansa-Heemann AG. Mit einem kleinen Mitarbeiterfest bei Grillwurst und Mineralwasser haben Hansa-Heemann-Vertreter gestern mit der Belegschaft die Übernahme der letzten Anteile von dem Lebensmitteln-Konzern Nestlé Waters Deutschland gefeiert. Auch alle 105 Mitarbeiter sind übernommen worden. Zusätzliche Stellen im Bereich Marketing und Vertrieb seien bereits ausgeschrieben.

Hansa-Heemann AG übernimmt Aumühler Mineralwasserabfüller von Nestle.

Erfrischung

Jeder Deutsche gibt jährlich rund 158 Euro für alkoholfreie Erfrischungsgetränke aus. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen.

Die Ausgaben für Wasser, Softdrinks, Limonaden oder Eistee stiegen 2016 um 1,4 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. dpa

Mit dem Abschied von Nestle ende eine mehr als 40 Jahre währende Tradition, sagte Hansa-Heemann Vorstandsvorsitzender German Reichert. Der Integrationsprozess habe eine Rekordzeit von nur fünf Monaten gedauert. Anders als bei solchen Übernahmen üblich habe es keine Reibungsverluste gegeben. Der Standort und damit die Mitarbeiter hätten eine gute Perspektive, versprach Reichert.

Seit Montagmorgen seien die Systeme für den Vertrieb umgestellt. Nach der erfolgten Integration sollen Marketing- und Vertriebssystem stabilisiert und weiterentwickelt werden. Anschließend werde es auch Investitionen am Standort Aumühle geben. „Der Standort ist ein guter, hat gute Mineralwasserquellen und gute Marken“, sagte Reichert vor der Belegschaft und den Gästen, zu denen auch Gregor Graf von Bismarck und die Bürgermeister Dieter Giese aus Aumühle und Björn Warmer aus Reinbek gehörten. Die Bismarck-Quelle liegt an der Grenze der beiden Gemeinden, so dass auch Reinbeker Grundwasser abgefüllt wird. Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer zeigte sich zufrieden: „Das wir jetzt in so guten Händen sind, ist ein guter Tag“, sagte Warmer.

Mit der Bismarck-Quelle hat der Schweizer Konzern seinen letzten Mineralwasserstandort in Deutschland aufgegeben. Nestle will sich künftig auf sein internationales Geschäft konzentrieren. Der neue Bismarck-Quellen-Eigentümer, die Hansa-Heemann AG, gehört nach eigenen Angaben seit vier Jahrzehnten zu den führenden Anbietern von Mineralwasser und Erfrischungsgetränken in Deutschland. Zu den bekannten Marken des Getränkeherstellers mit Hauptsitz in Rellingen gehört auch die im segebergischen Trappenkamp abgefüllte Marke Hella. Trappenkamp sei als Standort mit der Marke Hella gut etabliert. Die 130 Mitarbeiter dort seien gut ausgelastet, sagte Vorstandsvorsitzender Reichert.

Durch den Zusammenschluss mit der Fürst Bismarck Quelle erwartet die Hansa-Heemann AG einen Absatzanstieg auf mehr als zwei Milliarden Flaschen pro Jahr. Rund 150 Millionen Flaschen davon werden in Aumühle abgefüllt. Konzernweit wird für das laufende Jahr ein Umsatz von 300 Millionen Euro erwartet. „Wir wollen in den nächsten Jahren durch kontinuierliche Investitionen die Marktanteile der Fürst Bismarck Quelle weiter ausbauen“, versprach Reichert.

 Holger Marohn

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