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Lauenburg Herausfordernde Lage
Lokales Lauenburg Herausfordernde Lage
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20:34 13.06.2018
Nur durch luftdichte Chemikalienschutzanzüge gesichert konnten die Feuerwehrleute die ätzenden Flüssigkeiten abpumpen. Quelle: Foto: Timo Jann
Lauenburg

Zwei Stunden bereitete ein Hand voll Einsatzkräfte den Einsatz vor – für die anderen gut 40 Retter hieß es tatenlos abwarten. Aus noch ungeklärten Gründen war im Lager der Firma, die Haarkosmetik herstellt, ein Hochregallager teilweise eingestürzt. Wann das passierte ist unklar, das Malheur wurde erst gegen 15.45 Uhr bei einem Lagerrundgang von Mitarbeitern festgestellt.

In der ersten Ebene des Hochregallagers waren drei sogenannte IBC-Behälter, die jeweils 1000 Liter Flüssigkeit fassen können, gelagert. Möglicherweise war die Belastung zu groß für das Regal. Der Boden gab nach, die IBC-Behälter stürzten um. Heuer: „Zwar lief von dem Gefahrstoff, einer extrem ätzenden Flüssigkeit, nichts aus, doch wir mussten die Flüssigkeiten zunächst abpumpen, ehe wir die Behälter bergen konnten.“

Das alles wurde vorsorglich durch Trupps, die sich mit luftdichten Chemikalienschutzanzügen ausgerüstet hatten, abgearbeitet. Feuerwehrleute aus Lauenburg, Schwarzenbek, Büchen, Mölln und Ratzeburg wurden dafür zusammengezogen. Auch Bürgermeister Andreas Thiede war vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen. „Wir wollten das nicht selbst machen und unsere Mitarbeiter unnötig in Gefahr bringen“, erklärte Kerstin Meyer, Geschäftsführerin von Eurodor an der Industriestraße. Die knapp 20 Mitarbeiter stellen aus zahlreichen Grundstoffen Haarpflegemittel her. „Hier haben wir es mit Grundstoffen zu tun, die hochprozentig und daher gefährlich sind“, sagte Heuer.

Der Einsatz des Gefahrgutzuges wurde vorbereitet, eine Waschstation für die Chemikalienschutzanzugträger vorbereitet und dann gegen 18 Uhr begonnen. Mehrere der Trupps wurden eingesetzt. Aus einem IBC-Behälter konnte der Inhalt kontrolliert abgelassen werden, aus zwei anderen mussten die Flüssigkeiten abgepumpt und aufgenommen werden. Dabei musste stets ein weiterer Einsturz verhindert werden.

Mit Hölzern und Abstützungen sicherten die Feuerwehrleute das Hochregal. Eine Aktion, die sich bis in die späten Abendstunden hin zog.

tja

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