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Lauenburg Hier entsteht Ratzeburgs neuer Stadtteil
Lokales Lauenburg Hier entsteht Ratzeburgs neuer Stadtteil
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03:48 14.03.2018
Die knapp 20 Hektar große Fläche südlich des Friedhofs, östlich der Seedorfer Straße und nördlich der Königsberger Straße soll Wohnbaugebiet werden. Die Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft Lauenburg plant 80 bis 90 Wohnungen. Wenn alles klappt, sollen erste Arbeiten in einem Jahr beginnen, die Gesamtanlage 2022 fertig gestellt sein. Quelle: Joachim Strunk

Der Aufstellungsbeschluss für das rund 20 Hektar große Plangebiet (B-Plan 81) stammt bereits aus dem März 2015, ein Jahr später wurde die Öffentlichkeit über die „Variante C“ der Planwerkstatt Nord frühzeitig beteiligt, sprich informiert. Aber dann dauerte es doch noch einige Zeit, bis zwischen der Kirchengemeinde St. Petri als Grundstückseigentümerin und der Gemeinnützigen Kreisbaugenossenschaft Lauenburg Einigkeit erzielt werden konnte.

Das neue Wohnbaugebiet in der Ratzeburger Vorstadt südlich des Friedhofs und östlich der Seedorfer Straße nimmt endlich Formen an. 80 bis 90 Wohnungen sollen hier durch die Gemeinnützige Kreisbaugenossenschaft möglichst bis zum Jahr 2022 geschaffen werden.

Und im vergangenen Juni (2017) schließlich stimmte die Ratzeburger Stadtvertretung auch dem Verkauf des Grundstücks Seedorfer Straße 25-33 zu. Hierbei handelt es sich um die Gemeinschaftsunterkünfte für Obdachlose der Stadt, im Volksmund als „Langer Jammer“ bekannt, nördlich der Königsberger Straße.

Die Kreisbaugenossenschaft hat derweil die Möllner Architekten Kienast und Kienast mit der Erstellung eines städtebaulichen Konzepts für das 19140 qm große Vertragsgebiet beauftragt, das Ruben Kienast in der Sitzung des Bau- und Planungsausschuss vorstellte.

Laut Entwurf des Städtebaulichen Vertrages, der vom Ausschuss einstimmig an die Stadtvertretung weitergeleitet wurde, plant die Kreisbaugenossenschaft (Projekt- Partner: Raiffeisenbank Ratzeburg) die Errichtung von insgesamt 70 bis 75 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau. Werner Rütz, Vorsitzender des Bauausschusses, der auch Leitender Beamter des Amtes Lauenburgische Seen ist und sich mit entsprechenden Bauvorhaben gut auskennt, erklärte: „Wir können froh sein, dass wir mit der Kreisbaugenossenschaft einen so soliden Erschließungsträger haben.“

Die Mietwohnungen sollen preisgünstig, klein (75 bis 80 qm) und barrierearm sein, um die entsprechenden Nachfragen und Bedarfe zu befriedigen. Außerdem sind etwa 20 Einzel- und Doppelhaushälften in zweiter Reihe an der Memeler Straße geplant. Etwas Bauchschmerzen habe er mit den nicht direkt an den Häusern platzierten Parkflächen, erklärte FRW-Fraktionsvorsitzender Jürgen Hentschel.

Erfahrungsgemäß würden viele Autobesitzer ihr Gefährt in unmittelbarer Nähe zu ihrer Wohnstatt parken. Kienast und Kienast haben verschiedene zusammenhängende Stellflächen inmitten des Wohngebietes platziert.

Im nördlichen Bereich – neben dem Pastorat – soll zudem eine Kindertagesstätte der Gemeinde St. Petri neu errichtet werden. Für die Kinder in dem Wohngebiet sind mehrere Spielplätze in der Gesamtgröße von 955 qm geplant.

Negative finanzielle Wirkungen hätte die Stadt nicht zu erwarten, da sämtliche Planungs- und Erschließungskosten von der Kreisbaugenossenschaft übernommen würden. Über deren Höhe ist derzeit aber noch nichts bekannt. Mit der baureifen Erschließung des Gebietes ist möglicherweise noch in diesem Jahr zu rechnen, vorausgesetzt, die Stadtvertretung stimmt am 26. März dem Städtebaulichen Vertrag zu. Spätestens zwölf Monate nach Unterzeichnung des Vertrages müsste aber begonnen werden. Danach starten sukzessive auch die eigentlichen Bauarbeiten.

 Von Joachim Strunk

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