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15:57 21.01.2014
Die Vorstandsmitglieder der lauenburgischen Bürgerstiftung, Walter Schütt (v.l.), Norbert Brackmann und Rudolf Grothmann übergaben ein 5400 Euro-Spende an die Vorsitzenden der Ruder-Gesellschaft Lauenburg, Regina Rüger und Gerhard Brandt. Die Flut zerstörte die Räumlichkeiten des Vereins. Quelle: Alessandra Röder
Lauenburg

Die Flut hat sich schon lange aus Lauenburg zurückgezogen, doch die Schäden bleiben. Die Bürgerstiftung Region Lauenburg hat deshalb gestern eine Summe von 5400 Euro an die dort ansässige Ruder-Gesellschaft gespendet. „Wir wollen als Bürgerstiftung ein deutliches Zeichen setzen und besonders Geschädigte unterstützen“, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung ist.

Beim Betreten der unteren Räumlichkeiten der Rudergesellschaft fallen sofort die Wasserspuren an den Wänden ins Auge. Fenster, Türen und das gesamte Inventar wurde durch die Feuchtigkeit oder Treibgut zerstört. Gerhard Brandt zeigt einen Bildband, in dem die große Katastrophe für den Verein dokumentiert ist. Die Bilder zeigen den überfluteten Keller und das im Wasser versunkene Haus.

Mit der Spende können die Umkleideräume, Flure und eine Werkstatt saniert werden. Außen wurden bei der unteren Terrasse die Pflasterung unterspült und die Drainagerohre zerstört. Auch eine Treppe ist abgesunken. Durch die Flut ist ein Schaden von insgesamt 40 000 Euro entstanden. Die Ruder-Gesellschaft muss sich etwa alle zwei Jahre mit den dramatischen Folgen eines Hochwassers auseinander setzen. Dieses Jahr erreichte der Wasserstand der Elbe mit einer Höhe von 9,59 Meter einen Rekordwert. Regina Rüger, die erste Vorsitzende der Rudergesellschaft, erklärt, warum außerdem besonders große Schäden entstanden: „Das Wasser blieb ja fast einen Monat auf derselben Höhe. Solange hatten wir das noch nie.“ Die Ruder-Gesellschaft versucht jetzt, sich bei den Baumaßnahmen bereits möglichst gut auf das nächste Hochwasser vorzubereiten.

Deshalb werden für die Wände in den Umkleiden jetzt Fliesen verwendet, statt sie einfach zu verputzen. Außerdem soll ein kleines Rolltor eingebaut werden, damit bei der nächsten Wasserkatastrophe die Geräte, Boote und Inventar besser gerettet werden können. Ein Nachbar rettete die Boote der Rudergesellschaft beim Junihochwasser, indem er dem Verein erlaubte, diese auf seinem höher gelegenen Grundstück zu lagern. „Wir hätten sonst nicht gewusst, was wir machen sollen“, sagt Gerhard Brandt, der zweite Vorsitzende der Ruder-Gesellschaft. Jetzt im Winter müssen die Bauarbeiten erstmal ruhen. Sie hätten gerne schon diesen Sommer mehr gemacht, aber man könne sich ja auch nicht verschulden, erklärt Regina Rüger. Sie hofft, dass bis zum nächsten Sommer alles wieder aufgebaut wird, bevor die nächste Flut kommt.

Zahlen zum Verein
1921wurde die Ruder-Gesellschaft Lauenburg an der Elbe gegründet.

1935weihte der Verein das heutige Bootshaus am Kuhgrund ein, das 2013 durch das Hochwasser stark beschädigt wurde.

270Mitglieder hat die Ruder-Gesellschaft. Die Jugendausbildung und das Rennrudern sind die Schwerpunkte des Vereins.

Alessandra Röder

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