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Lauenburg Hochwasserschutz Lauenburg: Neues Büro übernimmt Planung
Lokales Lauenburg Hochwasserschutz Lauenburg: Neues Büro übernimmt Planung
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20:22 04.08.2017

Die Realisierung des Hochwasserschutzes in Lauenburg kommt in eine neue Phase. In Kiel wollen Land, Stadt und Wasser- und Bodenverband das Büro für die weitere Projektsteuerung aussuchen. Das Hamburger Ingenieurbüro Melchior und Wittpohl hat sich nicht erneut beworben. Damit steht fest: Es wird einen neuen Akteur bei dem Mammutprojekt geben.

Die Bewerber, unter denen sich die Verantwortlichen am 16. August in Kiel zu entscheiden haben, sind noch geheim. Bekannt ist allerdings, dass sich auf die – aufgrund der Auftragshöhe zwingend erforderliche – europaweite Ausschreibung auf Projektsteuerung spezialisierte Büros aus halb Deutschland beworben haben.

Bei der Umsetzung des Hochwasserschutzes für die Altstadt ist für den östlichen Bereich von der Hitzler-Werft bis zum Ruferplatz die Vorplanung abgeschlossen. Damit ist die Linie für die festen und mobilen Schutzwände weitgehend festgelegt.

„Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv mit den Anwohnern und auch dem Denkmalschutz gesprochen“, sagt Christian Asboe, bei der Stadt Lauenburg für den Bereich Hochwasserschutz mit zuständig.

So wird auf dem Gelände der Hitzler-Werft die Kranbahn frei bleiben und auf dem Lösch- und Ladeplatz erst die hintere Ufermauer an der Grenze der Privatgrundstücke ertüchtigt und aufgestockt. Im Ernstfall werden dort dann mobile Elemente auf die Schutzwand aufgesetzt. „Es würde städtebaulich auch keinen Sinn machen, direkt an der Wasserkannte eine zusätzliche Mauer zu errichten“, sagt Asboe.

Auf dem Ruferplatz werde die Schutzlinie möglichst weit nach hinten verlagert. Das bedeute, dass im Hochwasserfall die dann aufzusetzende mobile Wand auch entsprechend klein ausfallen könne, da man durch die hintere Linie bereits Höhe gewonnen habe.

„Etwas kniffelig“ gestalte sich hingegen noch der Bereich zwischen Ruferplatz und Lösch- und Ladeplatz, der so genannte Mauersporn. Dort grenzen die Privatgrundstücke direkt an die bis ins Wasser hineinragende Uferwand – mit einem Mauersporn. Dieser soll, die Elbe macht hier einen Knick, die Strömung etwas von der Lauenburger Uferbefestigung ablenken oder brechen. Für die Planer daher ein neuralgischer Punkt, für den in der Vorplanung zwei Szenarien entwickelt worden sind. Denn direkt auf dem Mauersporn stehen auch noch zwei Nebengebäude. Einzelheiten sollen in der nun zur Ausschreibung anstehenden Entwurfsplanung ausgearbeitet werden. Erst wenn dies abgearbeitet ist, soll sich dem noch wesentlich kniffeligeren Schutzkonzept der restlichen Abschnitte zugewandt werden.

Hochwasserschutz

Der Schutz vor Hochwasser wird auf einen Wasserstand von zehn Metern ausgelegt. Hinzu kommt ein Freibord, das zwischen 0,5 und einem Meter hoch ist – abhängig davon, in wieweit es zu Wellenschlag, Windstau oder einen Aufstau des Wassers durch Hindernisse kommen kann.

Die neue Landesregierung hat im Koalitionsvertrag den Zuschuss von 80 auf 90 Prozent erhöht.

Holger Marohn

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