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Hochwasserschutz für die Altstadt wird erst 2024 fertig

Lauenburg Hochwasserschutz für die Altstadt wird erst 2024 fertig

Der Hochwasserschutz für die Altstadt wird frühestens 2024 komplett fertiggestellt sein. Das hat Bauamtsleiter Reinhard Nieberg bei einer Anwohnerinformation bekanntgegeben. Grund seien die komplexen Vorgaben und Richtlinien bei der Vergabe für Planungen und den Bau.

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Lauenburg. Der Hochwasserschutz für die Lauenburger Altstadt wird frühestens 2024 komplett fertiggestellt sein. Das hat Lauenburgs Bauamtsleiter Reinhard Nieberg am Mittwochabend bei einer Anwohnerinformation bekanntgegeben. Grund seien die komplexen Vorgaben und Richtlinien bei der Vergabe für Planungen und den Bau. Zumindest ein Teilbereich der Altstadt könnte allerdings ab 2020 geschützt sein.

LN-Bild

Lange Vergabeverfahren verzögern Planungen – Kompletter Schutz für die Altstadt bis 2024 erhofft.

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„Diese Prognosen sind aber alle ohne Klagen gerechnet“, sagte Nieberg vor etwa 50 Besuchern in der Osterwold-Halle. Anlass war die Vorstellung erster Entwürfe für den Bereich zwischen Ruferplatz und B 207, dem Bereich B. Hier haben die Planer inzwischen mehrere Varianten für einen Verlauf der Schutzeinrichtungen erarbeitet. So geht es darum, ob beispielsweise eine eine Schutzwand hinter dem Mauersporn, dem abgeschrägten Fuß der alten Schutzmauer, gebaut oder davor gesetzt wird. Andere Varianten sehen die Schutzlinie direkt an den Hauswänden bei überschwemmten Vorgärten und Terrassen. Für den westlichen Bereich des Ruferplatzes wurde dabei eine vorgelagerte und damit teure Schutzwand mit einem unberührten Ruferplatz gegenüber einer kürzeren Schutzlinie, die allerdings einen Eingriff in den Ruferplatz erforderlich mache, abgewogen. Auf diese 9,60 Meter über dem Meeresspiegel – dem Bemessungswasserstand – liegende feste Schutzwand könnten dann im Extremfall noch zusätzliche teilstationäre Wände in einer Höhe von 1,40 Metern ergänzt werden.

Ein Problem: Vorgelagerte Schutzwände würden die „Sichtbeziehungen“ zur Elbe stärker beeinträchtigen als weiter vom Wasser entfernte Anlagen, die dann aber wiederum im Hochwasserfall ein Betreten der Grundstücke voraussetzen würden. Und das wiederum lehnen einige Anwohner ab.

Nachdem bereits vor dem öffentlichen Termin am Mittwoch die direkten Anwohner informiert worden waren, sollen diese groben Vorplanungen mit der Variantenaufstellung, einer Überprüfung und einem Bewertungsverfahren mit Empfehlung nun „zeitnah abgeschlossen“ werden, sagte Fachplaner Jörg Seele vom Hamburger Büro WK Consult. Ziel sei das geeignetste System als Mischung aus stationären und teilstationären Systeme zu finden. Diese Vorschlagsvariante sieht nun am Ruferplatz die weiter hinten liegende Schutzwand vor, am Lösch- und Ladeplatz soll eine neue Schutzwand etwa einen Meter vor der derzeitigen landseitigen Mauer des Platzes entstehen.

In den kommenden Monaten sollen die Umweltverträglichkeitsprüfungen und die denkmalpflegerische Betrachtungen für das Planfeststellungsverfahren erfolgen. Entwurf und Genehmigungsunterlagen sollen dann Mitte 2018 fertig sein und dann das offizielle Planfeststellungsverfahren starten. Dieses wird voraussichtlich bis Mitte 2019 dauern. Erst dann kann eine europaweite Ausschreibung erfolgen – und 2020 oder 2021 voraussichtlich der etwa einjährige Bau für den Bereich B.

Für den wesentlich komplizierteren Bereich A wird derzeit erst noch ein Büro für die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen für die Vorplanungen gesucht.

Ministerialdirigent Dietmar Wienholdt hat bei der Veranstaltung zahlreiche Darstellungen und Vergleiche als falsch zurückgewiesen. „Lassen Sie sich nicht so einen Unsinn erzählen“, sagte Wienholdt.

Zum Vergleich mit dem Hochwasserschutz in Niedersachsen sagte Wienholdt: „Der Schutz der Lauenburger Altstadt ist etwa ganz anderes als die Situation in Hitzacker, wo außen herum um die Insel einfach eine Mauer gebaut werden konnte. In Lauenburg gibt es ganz andere Probleme mit der Bebauung und dem Denkmalschutz.“

Den Vorwurf, das Land tauche ab, wies Wienholdt zurück. Bei dem Vorwurf gehe es um die Beteiligung an einem einzigen Projekt zur Rückverlegung von Deichen. An diesem hätte sich Schleswig-Holstein mit vier Millionen Euro beteiligen müssen, aber selbst nicht profitiert.

Der Tide-Einfluss ist dem Kieler Ministerium sehr wohl bekannt. Aber dieser sei nicht der Bemessungsansatz für die Höhe und Art des Hochwasserschutzes.

Das Land fördert den Binnenhochwasserschutz mit 80 Prozent, das Land Niedersachsen baut ihn selbst. Dafür bezuschusst Schleswig-Holstein den Unterhalt aber dauerhaft mit 35 Prozent. In Niedersachsen gebe es dafür kein Landesgeld.

 Holger Marohn

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