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Lauenburg Hohe Zuschüsse für Projekte im Kreis
Lokales Lauenburg Hohe Zuschüsse für Projekte im Kreis
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20:24 12.08.2015
. . . und auch die Sanierung des Ratzeburger Wasserturms. Quelle: Fotos: Hfr
Mölln

In die Begeisterung über die Zusage für zum Teil sehr großzügige Fördersummen mischt sich bei einigen Projektträgern im Kreis derzeit Skepsis angesichts der Gerüchte über eine Verzögerung bei der Bearbeitung der Förderanträge durch das Land. Rainer Voß, Vorstandsvorsitzender der Aktiv-Region Nord beschwichtigte gegenüber den LN, er sehe hier gar keine Probleme. Vielmehr könnten sich aktuell fünf Projektträger im Kreis Herzogtum Lauenburg freuen.

Der Vorstand der Aktiv-Region Nord stimmte zuletzt Vorhaben wie der Einrichtung von Ladestationen für Elektroautos, Krankenfahrstühle und Pedelecs, Antragsteller ist das Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow, zu. Von den 162000 Euro Gesamtkosten sind 136000 förderfähig, beantragt wurden 61200 Euro. Eventuell könnte das Projekt, das von den Vereinigten Stadtwerken mit betreut wird und möglicherweise auch mit ähnlichen Projekten der Aktivregionen Sachsenwald-Elbe und Schaalseeregion kooperiert, auch noch durch Bundesmittel aus dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium gefördert werden.

Weiter stimmt der Vorstand der Aktivregion dafür, das die Wiedererlebbarkeit des Wasserturms Ratzeburg durch den privaten Antragsteller Rolf Bartholly mit 100000 Euro (Gesamtkosten: 357000 Euro) gefördert werden soll. Der „Turm-im-Turm im Wald mit Aussicht“ soll renoviert und für Gäste wieder zugänglich gemacht werden. Als Betreiber hat sich bereits der Verein Vorstädter Bürger in Ratzeburg angeboten.

Dringend notwendig ist auch die Sanierung der beiden Kunstrasenplätze in Ratzeburg, Riemannstraße, und in Mölln am Waldsportplatz. Der Ratzeburger Platz soll mit 100000 Euro, der Möllner mit 92400 Euro gefördert werden. Die jeweiligen Gesamtherstellungskosten belaufen sich auf 250000 (Ratzeburg) und 200000 Euro (Mölln).

Letztlich erhielt auch der Förderantrag der Gemeinde Berkenthin zur Umgestaltung der Ortsmitte einen positiven Bescheid. Hier beläuft sich die Förderung auf 185000 Euro. Die Aufnahme weiterer Förderprojekte, die bislang noch auf der Warteliste stehen, musste verschoben werden. Da die Mitglieder des Vorstandes in der Sitzung Anfang August nicht vollzählig erschienen waren, war man auch nicht beschlussfähig. Die Vertreter der drei Projekte mussten unverrichteter Dinge wieder heimfahren.

Vertreter des Fördervereins Burg Linau hoffen auf Zuschüsse zur Sanierung ihrer alten Burganlage. Schließlich hätte auch Mölln gern eine Förderung für die Einrichtung einer Veloroute als Teilprojekt aus dem klimafreundlichen Verkehrskonzept der Stadt.

Förderung der Projekte
Bedingungen und Voraussetzungen für die „Förderung von Projekten von landespolitischer Bedeutung“ sind, dass der Regelfördersatz für öffentliche Projektträger bei 55 Prozent der förderfähigen Nettokosten liegt, bei privaten Trägern bei 45 Prozent. Maximal erhält jedes Projekt jedoch nur 100000 Euro Zuschuss. Davon abweichend wird der Bau von Radwegen mit höchstens 20000 Euro gefördert.

Der Mindestzuschuss liegt bei 7500 Euro für öffentliche, bei 3000 Euro für private Projekte. Die Fördergelder werden zudem aufgeteilt: 80 Prozent sind EU-Mittel, je zehn Prozent kommen vom Land und von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG).
Weitere angemeldete Projekte im Kreis sind die Amtsarena Sandesneben-Nusse (beantragt: 750000 Euro Förderung), der inklusive Stadtteil im Robert-Koch-Park in Mölln (750000 Euro) und die Mehrzeweckhalle Stecknitz-Region in Berkenthin (750000 Euro).

Joachim Strunk

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