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Lauenburg Hohenhorn: Große Freude über 50 000-Euro-Spende
Lokales Lauenburg Hohenhorn: Große Freude über 50 000-Euro-Spende
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22:23 10.10.2016
Jürgen Perau, Vorsitzender des Bauausschusses der Kirchengemeinde Hohenhorn, Helmuth Schlingemann, Architekt i. R., Andreas Tech, Bauingenieur des Kirchenkreises, Prof. Dr. Paul Georg Lankisch, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Pastorin Christel Rüder und Pröpstin Frauke Eiben (v. l.) machten sich ein eigenes Bild der Sanierungsarbeiten auf dem Baugerüst an der St. Nikolaikirche. Quelle: hfr

Geldsegen für die Kirchengemeinde Hohenhorn: 50 000 Euro gibt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die Sanierung von St. Nikolai dazu. Den Betrag überbrachte Ortskurator Prof. Dr. Paul Georg Lankisch.

Die spätklassizistische St. Nikolaikirche, errichtet Anfang des 19. Jahrhunderts, befindet sich seit Juli 2016 im zweiten Sanierungsabschnitt. Nach der Kirchturmsanierung, die 475 000 Euro kostete, erfährt nun das Kirchenschiff inklusive des Schieferdaches eine Frischzellenkur. Schwammbefallene Dachbalken müssen ausgetauscht, Fenster neu eingefasst, Außenwände neu verfugt und das seit den 1950er Jahren bestehende Betondach mit Schiefer eingedeckt werden. Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf 375 000 Euro. Finanziert wird die Sanierung durch Gelder verschiedener Stiftungen wie der DSD mit 50 000 Euro, der Kirchengemeinde Hohenhorn, dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und der Nordkirche mit 10 000 Euro.

„Wir freuen uns sehr über die großzügige Spende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz“, sagte Pröpstin Frauke Eiben. „Es ist eine große Aufgabe, unsere historischen Kirchen zu erhalten – das schaffen wir als Kirche nicht allein. Deshalb sind wir der Stiftung sehr dankbar“. Die Kirchengemeinde sucht dennoch weiter Spender. Unterstützer können Dachpaten werden: Das 420 qm große Kirchendach wird dem historischen Vorbild folgend mit Schiefer eingedeckt – ein Quadratmeter kostet inklusive Material und Montage rund 200 Euro. Paten für einen oder mehr Quadratmeter werden gesucht; bei einer Spende ab 100 Euro erhalten die Paten zum Dank eine kleine Schiefertafel – getreu dem Original, mit dem das Dach gedeckt wird. Am Ende der Arbeiten wird eine große Schautafel mit den Namen allen Paten und Patinnen im Turm der Kirche präsentiert.

„St. Nikolai ist ein historischer Schatz: Es trägt das kirchliche Leben von Jahrhunderten in sich, unsere Taufschale ist beispielsweise aus dem Jahre 1737. Ich möchte, dass diese Kirche auch in hundert Jahren noch Menschen sammeln und stärken kann“, sagt Pastorin Christel Rüder.

Abbildung auf ehemaligem Zehnmarkschein

Georg Wilhelm Timmermann erbaute den spätklassizistischen Ziegelbau von 1825 bis 1827. Carl August Wilhelm Lohmeyer bereicherte den Bau 1867 durch einen neogotischen Westturm. Die Erstausstattung, zu der die Werkstattkopie eines Rubens-Gemäldes mit der Beweinung Christi durch Maria und Johannes gehört, ist komplett vorhanden. Das vom Rubensschüler Anthonis van Dyck gemalte Altarbild zeigt, wie Maria einen Dorn aus dem Kopf Christi herauszieht.

Bekanntheit erlangte die weithin sichtbare St. Nikolaikirche durch die Abbildung Hohenhorns auf dem Zehnmarkschein, der Johann Carl Friedrich Gauß gewidmet war. Das Triangulationsnetz war auf dem Zehnmarkschein abgebildet. Der Vermessungspunkt befindet sich heute noch an der Kirchenwand.

LN

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