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Lauenburg Hotel wird Zuhause für Asylsuchende
Lokales Lauenburg Hotel wird Zuhause für Asylsuchende
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20:51 30.12.2015
Die Sachsenwald-Appartements in Schwarzenbek wurden verkauft. Der neue Besitzer plant die Vermietung an die Stadt Schwarzenbek. Quelle: ge

Bis Oktober 2015 hat Ursula Lubeseder (Franck) die Appartements in Schwarzenbek betrieben. Inzwischen hat sie das Haus verkauft, weil sie zu ihrem Mann nach Bad Segeberg gezogen ist. Das Paar hatte vor zwei Jahren geheiratet.

Jetzt möchte die Stadt das Haus an der Seestern-Pauly-Straße 21a anmieten, um weiteren Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen. Derzeit leben rund 200 Flüchtlinge in Schwarzenbek, 40 Wohnungen hat die Stadt bereits angemietet, um sie dezentral unterbringen zu können. Die neuen Pläne der Stadt hat Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig den Anwohnern bei einem Informationsabend vorgestellt. Die größte Sorge der Betroffenen war, dass es nicht bei den beabsichtigten 30 Flüchtlingen bleiben werde.

„Die Kapazitätsgrenze an freien Wohnungen in Schwarzenbek ist erreicht. Die Alternative wären Containerdörfer“, sagte die Bürgermeisterin und verwies auf gute Erfahrungen mit dem ehemaligen Haus des Mediziners Dr. Neckel an der Möllner Straße. Hier lebten seit einigen Monaten 25 Flüchtlinge, und es gebe keine Probleme mit den Nachbarn. Die Bürgermeisterin warb um Nachbarschaftspartnerschaften.

Die Sorgen der Anwohner hinsichtlich wachsender Kriminalität entkräftete Polizeihauptkommissar Ernst Jenner. Bei den bislang in Schwarzenbek lebenden Flüchtlingen gebe es keine Auffälligkeiten. Damit es in den Sachsenwald-Appartements nicht eskaliert, soll dort ein fester Betreuer mit einem Büro eingesetzt werden. Das Haus war ein Hotel mit fünf Appartements, das von Uschi Lubeseder mit Liebe zum Detail betrieben wurde. Als ihr erster Mann Hans Franck starb, hatte sie sich diesen Erwerbszweig aufgebaut und stets eine gute Auslastung gehabt. Hier haben unter anderem Gäste der LMT Group (Fette) gewohnt. Im Erdgeschoss sollen drei weitere Wohnungen ausgebaut werden. Die Unterbringung von Flüchtlingen in der einstigen Wohnung von Lubeseder im Obergeschoss sei nicht geplant, so Borchers-Seelig.

„Die Kapazitätsgrenze an freien Wohnungen ist erreicht.“
Ute Borchers-Seelig, Bürgermeisterin

Silke Geercken

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