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Lauenburg „Hucky“ Speth, ein Bürgermeister der Herzen
Lokales Lauenburg „Hucky“ Speth, ein Bürgermeister der Herzen
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22:24 02.11.2013
Christa und Hans-Joachim Speth bei der Ehrung im Berkenthiner Sportzentrum. Nach seinem Schlaganfall ist er jetzt Ehrenbürgermeister derGemeinde. Der amtierende Bürgermeister Michael Grönheim (r.) überraschte Speth mit einem Schild für die Haustür. Quelle: Burmester

Große Ehre für Hans-Joachim „Hucky“ Speth. Der langjährige Bürgermeister der Gemeinde Berkenthin wurde gestern zum Ehrenbürgermeister ernannt. Knapp 100 Gäste nahmen an der feierlichen Zeremonie im Berkenthiner Sportzentrum teil.

Es war ein absolut würdiger Rahmen. Gemeinderäte, ehemalige Gemeindevertreter, Parteifreunde, Weggefährten, Freunde und Verwandte waren gekommen, um dabei zu sein, wenn „Hucky“, wie der neuen Ehrenbürgermeister liebevoll genannt wird, gebührend gefeiert wird. In seiner Laudatio brachte es der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Berkenthin, Frank Hase, gleich zu Beginn auf den Punkt.

„Hans-Joachim Speth war ein Bürgermeister, der sich einsetzt, der für Alle da ist und der seine Gemeinde liebt.“ Nur ein Mensch, der liebt, sei auch bereit, etwas zu geben, sei auch bereit, etwas zu opfern. Speth sei ein solcher Mensch, der bis heute seine Liebe zu Berkenthin beschreibe, zum Leben, zu den Menschen sowie den Institutionen und Vereinen seiner Heimatgemeinde, so Hase.

Speths Wurzeln liegen in Bad Malente. Als er nach Berkenthin kam, um dort zu bauen, fragte ein zukünftiger Nachbar, ob er denn in die SPD eintreten würde. „Kann ich ja machen“, hat Speth dem Mann gesagt. Schon im Jahr 1982 wurde er zweiter stellvertretender Bürgermeister und rückte bereits zwei Jahre später zum ersten stellvertretenden Bürgermeister auf. Am 21. Januar 1992 wurde Speth Nachfolger von Hans-Erich Pieper, der für die meisten, und somit auch für Speth, völlig überraschend das Bürgermeisteramt niederlegte. Einen Bruch erlitt sein Leben, als er einen Schlaganfall erlitt.

Speth kam ins Krankenhaus, verbrachte ein Jahr in diversen Kliniken und wurde anschließend in der Kurzzeitpflege im DRK-Heim in seiner Heimatgemeinde wieder aufgepäppelt. Dafür sei er den Mitarbeiterinnen unendlich dankbar. Die hätten einen tollen Job gemacht. Doch zur Kommunalwahl trat Speth nicht wieder an und gab daher auch sein Amt als Bürgermeister auf.

„Der Schlaganfall nimmt Hucky Speth viel, nicht aber seine Zuversicht am Leben teilzuhaben, nicht seine Frau Christa und seine Familie, die ihn immer liebevoll unterstützen und auch nicht seine Gemeinde, die immer an ihn denkt und in der Kirche für seine Genesung betet“, so Hase.

Die Anwesenden standen auf, klatschten minutenlang Beifall, als Hase zum Ende sagte: „Wir verneigen uns vor einer tollen Persönlichkeit, einem großen Berkenthiner und einem großartigen Bürgermeister.“

jeb

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