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Lauenburg „Ich stehe dafür, Polarisierungen zu vermeiden“
Lokales Lauenburg „Ich stehe dafür, Polarisierungen zu vermeiden“
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20:29 06.11.2013
Bürgermeister Volker Manow (52) will sich erst 2014 entscheiden, ob er in Geesthacht noch einmal für das Amt des Verwaltungschefs kandieren wird. Quelle: Timo Jann

Geesthacht — Die Aufkündigung der bisherigen Unterstützung von Seiten der CDU zu diesem Zeitpunkt habe ihn schon sehr getroffen, sagt Geesthachts Bürgermeister Dr. Volker Manow.

Bislang konnte sich der parteilose Verwaltungschef auf eine breite Unterstützung aller Fraktionen verlassen. Dennoch wünscht sich Manow eine weiterhin faire Zusammenarbeit, auch mit der CDU. Ob er 2015 zur Bürgermeisterwahl kandidieren werde, ließ Manow im Gespräche mit den LN offen.

Der 52-Jährige ist seit 2010 Bürgermeister von Geesthacht, zuvor arbeitete er im Rathaus bereits seit 1999 als Erster Stadtrat und damit Stellvertretender Bürgermeister. In unserem Interview nimmt Manow zur aktuellen Situation Stellung.

Lübecker Nachrichten: Herr Manow, wann haben Sie von den Vorwürfen der CDU erfahren, und wie haben Sie darauf reagiert?

Volker Manow: Am Freitagnachmittag, ich war den ganzen Tag über außer Haus, rief ich meine Sekretärin im Büro an und erfuhr dann von ihr, was die CDU am Vorabend beschlossen hatte. Ich bin ja nach 14 Jahren Kommunalpolitik einiges gewöhnt, aber das hat mich in dieser Art und Schärfe sehr überrascht.

LN: Gab es für Sie keine Anzeichen, dass da etwas im Argen liegen könnte in der Zusammenarbeit zwischen Ihnen und der CDU?

Manow: Ein, ich will es einmal Grummeln nennen, war mir aufgefallen, aber sonst gab es keine Hinweise oder sogar Gespräche. Ich hätte es fair gefunden, wenn die CDU mit mir vor der Mitgliederversammlung gesprochen und mir vielleicht einen entsprechenden Hinweis gegeben hätte.

LN: Es gibt Vorwürfe der CDU, etwa, dass Sie zu unnahbar sind. Was ist da dran?

Manow: Ich glaube nicht, dass es ein zentrales Problem für Geesthacht ist, wie die Schrittlänge des Bürgermeisters beim Gang durch die Fußgängerzone ist. Ich habe für die Fragen und Sorgen der Bürger immer ein offenes Ohr. Ich bin viel unterwegs, treffe dabei immer sehr viele Menschen, mit denen ich spreche. Außerdem biete ich regelmäßig die Bürgersprechstunde an, zu der jeder ohne Termin zu mir und dem Bürgervorsteher kommen und seine Sorgen erläutern kann.

LN: Haben Sie Ihre Verwaltung im Griff?

Manow: Ich bin mir sicher, dass die Verwaltung funktioniert und fühle mich von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen und gestützt. Dafür bin ich dankbar.

LN: Ihre Amtszeit endet Anfang 2016, Ende 2015 muss der Bürgermeister für die nächsten sechs Jahre gewählt werden. Wie gehen Sie bis dahin mit der Situation um?

Manow: Meine ausgeglichene Amtsführung werde ich fortsetzen. Ich stehe dafür, Polarisierungen zu vermeiden. Ich bin ein Bürgermeister mit Maß und mit Mitte. Allen Beteiligten kann ich es nicht Recht machen.

LN: Werden Sie 2015 noch einmal als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl antreten?

Manow: Das entscheide ich 2014. Außerdem bin ich der Meinung, dass die anderen Parteien zusammen darüber im nächsten Jahr sprechen sollten.

LN: Was möchten Sie der CDU für die nächsten Jahre mit auf den Weg geben?

Manow: An die CDU richte ich den Appell, die langjährige gute Zusammenarbeit für Geesthacht mit mir fortzusetzen. Sicher ist Politik oft schwierig, und wir werden nie in allen Punkten Einigkeit erzielen können. Aber wir können uns in Geesthacht sehen lassen.

Interview: Timo Jann

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