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Lauenburg Im Amtsrichterhaus läuft es nicht ganz rund
Lokales Lauenburg Im Amtsrichterhaus läuft es nicht ganz rund
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19:13 14.06.2017

Obwohl das Kulturprogramm im Schwarzenbeker Amtsrichterhaus seit drei Jahren mit Hilfe interessierter Kulturfreunde zusammen gestellt wird, läuft es noch nicht ganz rund. Viele Veranstaltungen sind nicht ausgelastet. Die neue Kulturmanagerin Dr. Susanne Krüger möchte das Programm optimieren.

Will noch einiges am Programm des Amtsrichterhauses verbessern: Dr. Susanne Krüger. Quelle: Foto: Geercken

2014 hat die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Gut Lanken, die heute unter dem Namen Louisenhof gGmbH auftritt, den Kulturbetrieb in der Schwarzenbeker Galerie übernommen. Ein Grund war, dass die Stadt als Träger des Amtsrichterhauses mit dem bis dahin angebotenen Kulturprogramm nicht zufrieden war, da es nur einen kleinen Teil Kunstinteressierter ansprach. Mit der Übernahme des neuen Pächters wurden Kulturkonferenzen ins Leben gerufen, die die Interessen der Bürger bündeln sollten. Eine gleichmäßige Auslastung gibt es aber noch immer nicht. „Bei einigen Veranstaltungen müssen wir Stühle dazu stellen, bei anderen gibt es gerade mal acht Besucher“, bilanzierte Susanne Krüger. „Wir müssen sehen, dass wir eine bessere Auslastung hinbekommen.“ Auch das Café, in dem sieben Menschen mit Behinderung arbeiten, und das Donnerstag bis Sonntag leckere selbstgemachte Torten und Kuchen anbietet, könne mehr Gäste gebrauchen. Jüngstes Beispiel für zu geringe Auslastung war an Ostern. Die Mitarbeiter hatten rund 1000 Ostereier versteckt und draußen eine Kaffeetafel aufgebaut, doch nachdem Kinder und Eltern die kostenlosen Ostereier eingesammelt hatten, wurde der Ort fluchtartig verlassen – zur Enttäuschung der Mitarbeiter, die drinnen und draußen liebevoll eingedeckt hatten.

Gut besucht werden einige Konzerte, die historischen Vorträge der städtischen Archivarin und des Heimatbundes, während Lesungen kaum Leute anlocken. Krüger, die vor kurzem die Aufgabe von Nikolai Rosenberg übernommen hat, will darauf reagieren, mehr Plattdeutsches und auch irische Folklore einplanen. Auch der schöne Park (Justizgarten) soll stärker eingebunden werden. Die nächste Gelegenheit, den Park zu genießen, gibt es am 14. Juli beim „Diner en blanc“. Im vergangenen Jahr hatten 40 von 80 Anmeldungen abgesagt wegen des Terroranschlages mit einem Lkw in Nizza. Bereits am 10. Juli gibt es eine Neu-Auflage von Beats con Gas mit karibischem Flair. Beginn ist 19.30 Uhr, Eintritt 15 Euro.

Liebe und Frieden

Die Liebe hört niemals auf: So heißt die Ausstellung des irakischen Malers Farook Alnajar vom 18. Juni bis 9. Juli im Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10. Die Vernissage ist am kommenden Sonntag, 18. Juni, um 15 Uhr.

Farook Alnajars Bilder zeigen Naturdarstellungen und Ornamente. Er setzt seine Motive in positiven, leuchtenden Farben um. Dabei haben die Bilder Symbolcharakter – dem Künstler geht es um christliche Botschaften, Liebe und Frieden. Sein Schaffen begann in den 1970er Jahren. In Basra und Bagdad sowie bei Kunstprojekten an der Universität Marmara in der Türkei wurden seine Bilder ausgestellt. Vor 17 Jahren floh er mit seiner Familie nach Deutschland. Seitdem lebt und arbeitet er in Büchen.

Die Ausstellung ist jeweils

donnerstags bis sonntags

von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

Silke Geercken

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