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Lauenburg Immer mehr „Offen-Fahrer“: Cabrios im Herzogtum beliebt
Lokales Lauenburg Immer mehr „Offen-Fahrer“: Cabrios im Herzogtum beliebt
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18:21 17.09.2016

Dach wegklappen, Sonne genießen: Wer ein Cabrio hat, kann das. Menschen mit Cabrio und Hoffnung auf Sonne sind bei uns eine wachsende Gruppe unter den Fahrzeugbesitzerinnen und -besitzern. Im Kreis Herzogtum Lauenburg gab es Anfang 2016 laut Kraftfahrt-Bundesamt 5852 Sonnenhungrige mit Cabrio. Das sind 86 mehr als 2015.

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Und die Zahl der allradgetriebenen Sports Utility Vehicles (SUVs) steigt im Kreis sogar noch stärker.

Bei den Allrad-Pkw meldet das Kraftfahrt-Bundesamt einen Bestand von 8617. Das sind 802 mehr als noch vor einem Jahr. Cabrios haben wir im Kreis Herzogtum Lauenburg damit 53 pro 1000 Pkw. Bei den Allradlern kommen rund 78 auf 1000 hier zugelassene Pkw. Die beiden Werte reichen im bundesweiten Vergleich zu Platz 98 in der Cabrio-Bundesliga und zu Platz 239 in der Allradler-Liga innerhalb von 401 Städten und Kreisen.

Vorne liegen die Bayern: Im Kreis Starnberg gibt es mit rund 86 pro 1000 Pkw die meisten Cabrios. Bei den Allradlern führt Ingolstadt mit rund 230 pro 1000 die Bundesliga an. Da hat Audi seine Heimat.

Cabrios und Allradler sind damit Nischenprodukte. Nischenprodukte, deren Käuferinnen und Käufer den Autohändlern im Kreis Herzogtum Lauenburg herzlich willkommen sind. Denn beide Produkte locken den Kunden mit dem etwas leistungsstärkeren Geldbeutel, wobei’s beim SUV dank Dacia und Koreanern etwas bröckelt.

Cabrios, sprich Autos ohne Dach, standen am Start der Auto-Ära: Daimlers Motorkutsche und das Velociped von Benz kamen beispielsweise schon ohne Dach daher. Wann das „Sports Utility Vehicle“ (=

sportliches Mehrzweckfahrzeug) erfunden wurde, ist nicht ganz gesichert, weil’s beispielsweise eine Definitionsfrage ist, ob Jeep und Kübelwagen jetzt ein Geländeauto oder ein Cabrio sind oder beides. Der SUV mit festem Dach als Familienkutsche geht aber als Erfindung der 90er durch.

Die Generation Gleitsichtbrille gehört zur Käuferschar, dazu kommt eine wachsende Frauenquote. Kernargument ist in allen Fällen die Größe. Das ergibt sich aus den Untersuchungen der Hersteller und ist über die Jahre hinweg eine Konstante. Klaus Heschke, Pressesprecher des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg zählt auf: „Leichter Einstieg, erhöhte Sitzposition, Platzangebot und Sicherheitsgefühl, sowie das Gefühl, für alle Lebenslagen gerüstet zu sein, sind bei Familien, Frauen aber auch älteren Käufern die ausschlaggebenden Argumente.“ Zugkräftige, wie die Zulassungszahlen zeigen: Bundesweit legte das Segment Geländewagen zuletzt im August um fast 35 Prozent zu, sagt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).

Kleiner Haken an der Sache, die Definition ist schwammig: Der BMW X1 ist ein SUV wird aber nicht zu den Geländewagen gerechnet, der X3 schon. Und nicht jedes SUV hat Allrad, dafür haben wir aber auch Limousinen, Kombis und Sportwagen mit dieser Technik. Und auf der lokalen Ebene werden alle Allradler in einen Statistiktopf geworfen.

Unter diesen Vorgaben ergibt sich, im Kreis Herzogtum Lauenburg stieg die Zahl allradgetriebener Autos vom Jahr 2015 auf 2016 um 802 oder 10,26 Prozent auf 8617 Pkw. Zum Vergleich, im Bund stieg die Zahl der Allradler um 356418 oder 9,97 Prozent auf rund 3,93 Millionen.

Die Zahl der Cabrios im Kreis Herzogtum Lauenburg stieg heuer dagegen um 1,49 Prozent oder 86 Fahrzeuge. Bundesweit nahmen die Cabrios um 40092 Exemplare oder 1,97 Prozent, auf jetzt 2,08 Millionen Fahrzeuge zu.

Für einen Großteil sind aber schon die Betriebstage gezählt: Zwar hat der Herbst auch noch warme Tage – doch viele Cabrios sind als Saisonfahrzeuge angemeldet. Da ist am 30. September oder 31. Oktober Winterpause. Und es beginnt die Phase, wo Allrad Sinn macht, wenn Schnee fällt. Allerdings auch nur mit Winterreifen. Sonst drehen halt vier Räder durch statt zwei.

Teja Banzhaf/zds

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