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Lauenburg Büchens Mega-Parkplatz für Pendler
Lokales Lauenburg Büchens Mega-Parkplatz für Pendler
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17:09 28.11.2018
Die Mobilitätsdrehscheibe am Bahnhof Büchen wächst und gehört landesweit zu den nahverkehrstechnischen Vorzeigeprojekten. Quelle: Gemeinde Büchen/hfr
Büchen

 Büchen hat den Mega-Parkplatz für Pendler. 500 Autos können an der neuen Mobilitätsdrehscheibe künftig stehen. Noch in diesem Jahr soll die Anlage fertig werden.

Fahrradstellplätze im Januar fertig

Auf dem Gelände des ehemaligen Büchener Rangierbahnhofes an der Ladestraße herrscht reger Arbeitsbetrieb. Es geht um den Feinschliff an der neuen Park & Ride-Anlage. „Die Parkplätze werden voraussichtlich bis Ende des Jahres fertig“, sagt Uwe Möller, Bürgermeister der Gemeinde Büchen. Knapp die Hälfte ist bereits vor einigen Monaten freigegeben worden, nun sollen auch die im östlichen Bereich folgen.

Nach ursprünglicher Planung waren 380 Parkplätze vorgesehen. Aufgrund der immer weiter gestiegenen Nachfrage habe man jedoch immer weiter aufgestockt, so Möller. Für den Januar wird die Fertigstellung der abschließbaren Fahrradstellplätze erwartet. Auch die restliche Ausstattung soll dann noch folgen.

Mobilitätsdrehscheibe ist Vorzeigeprojekt

Etwas verzögern sich die neuen Unterstände an den Bahnsteigen. Auch fallen sie vorerst nicht ganz so umfangreich aus wie zunächst in Aussicht gestellt. So sollen Anfang 2019 zunächst zwei große neue Wartehäuschen am Gleis Richtung Hamburg aufgestellt werden. Jedes einzelne hat Platz für etwa 20 Personen.

Und auch die Planungen für ein beheiztes Wartehäuschen auf der Mittelinsel des Bahnhofes zwischen dem Lauenburger und dem Berliner Gleis gehen voran. „Ebenfalls im kommenden Jahr soll das Thema „beheizte Wartemöglichkeit am Bahnhof“ wieder auf der Tagesordnung stehen, so Bernard Wewers, Geschäftsführer der landeseigenen Verkehrsgesellschaft Nah.SH. Gleichzeitig lobte Wewers die Mobilitätsdrehscheibe Büchen als eines der Vorzeigeprojekte landesweit.

Nutzer müssen künftig zahlen

Für die Nutzer der Parkplatz-Anlage werden künftig Kosten anfallen. 200 Euro soll das Jahresticket künftig kosten, das Monatsticket schlägt mit 20 Euro zu Buche. So sieht es eine von der Gemeindeverwaltung vorgelegte Entgeltordnung vor. Das Fünf-Tage-Ticket soll demnach sieben Euro kosten, das Tagesticket zwei Euro. Noch einmal teurer wird es für Bahnnutzer, die ihr Parkticket nicht am Automaten ziehen, sondern per Handy buchen. 15 Prozent Aufschlag, mindestens jedoch 30 Cent, verlangt der von der Gemeinde vorgesehene Kooperationspartner für seinen Service vom Nutzer. Die Gemeinde Büchen betont, dass es sich dabei nicht um Gebühren, sondern um privatrechtliche Nutzungsentgelte handelt.

Kalkulation wird alle drei Jahre überprüft

Die Kalkulationsgrundlage für die Entgelte seien „die zu erwartenden Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten, dazu zählen Beleuchtung, Reinigung, Schneebeseitigung, Wartung, Grünpflege und vieles weitere mehr“, heißt es. In wieweit dazu auch die Kosten für die Parkraumüberwachung zählen, teilt die Gemeinde auf Nachfrage nicht mit. Insgesamt geht die Gemeinde von jährlichen Kosten für den Betrieb der Anlage von 100000 Euro aus, die durch die Einnahmen gedeckt werden soll. Eine Überprüfung dieser Kalkulation sei turnusgemäß alle drei Jahre „vorgesehen und notwendig“.

Holger Marohn

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