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Lauenburg In Einhaus gibt es jetzt eine Schmökerzelle
Lokales Lauenburg In Einhaus gibt es jetzt eine Schmökerzelle
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22:23 24.06.2013
Von Christian Nimtz
Mit vereinten Kräften wurde der Schriftzug „Schmökerzelle“ in Einhaus enthüllt. Quelle: Foto: Christian Nimtz

Die Gemeinde Einhaus hat den ersten öffentlichen Bücherschrank des Amtes Lauenburgische Seen mit einer Einweihungsfeier eröffnet. Etwa 40 Dorfbewohner waren dabei, als die offene Straßenbibliothek ihrer Bestimmung übergeben wurde.

„Inspiriert durch einen Fernsehbeitrag über öffentliche Bücherschränke in Großstädten, habe ich 2012 im Gemeinderat den Vorschlag gemacht, so etwas auch in Einhaus einzurichten“, berichtete die Vorsitzende des Kulturausschusses, Imma Curtze-Weddig: „Die Idee, Bücher, die man kein zweites Mal liest und nicht wegwerfen möchte, Anderen zur Verfügung zu stellen, kam sofort gut an.“ Gerade für Kinder oder ältere Mitbürger sei es nicht immer möglich, aus Einhaus in die nächste Bibliothek zu kommen.

Schnell machten sich die Einhäuser auf die Suche nach einem wetterfesten „Schrank“. „Die Telekom erwies sich als weniger kooperativ, weil die alten Telefonzellen alle entsorgt werden und nicht für einen guten Zweck gespendet werden können“, berichtete Imma Curtze-Weddig. Dann konnte aber doch noch eine alte Telefonzelle bei einem Online-Auktionshaus für 180 Euro ersteigert werden.

Bürgermeister Joachim Meinke übernahm die Renovierungsarbeiten an der alten Sprechkabine: „Die Zelle wurde mit einem hölzernen Bücherregal und Licht ausgestattet“, erläuterte Meinke die Arbeiten.

Dann schrieb der Gemeinderat einen Wettbewerb zur Namenfindung aus. Imma Curtze-Weddig: „18 Vorschläge wurden von den Mitbürgern eingereicht. Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates stimmten die etwa 35 anwesenden Bürgern ab.“ Das Ergebnis: Schmökerzelle.

Den Gewinn in Form eines Büchergutscheines nahm Werner Bahlburg in Empfang, weil er den Einfall für die Schmökerzelle hatte. Der gelbe Bücherschrank kann täglich von morgens bis abends ohne jegliche Formalitäten genutzt werden. Die Bücher dürfen getauscht und mitgenommen werden, der Bestand ist jederzeit ergänzbar — kostenlos. Am Eröffnungstag war die Schmökerzelle bereits ordentlich gefüllt, weil jeder Gast mindestens ein Buch mitbrachte. Der Bürgermeister: „Es kann gerne im eigenen Bücherregal gestöbert werden, um nicht mehr benötigte Schinken hier zu deponieren.“

Am Gemeindehaus
Einen Büchermeister gibt es jetzt in Einhaus auch: Thomas Deuss wurde vom Bürgermeister dazu ernannt, weil er für das Auf- und Zuschließen der Schmökerzelle verantwortlich ist. Die Minibibliothek steht in Einhaus in der Hauptstraße am Gemeindehaus.

Christian Nimtz

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