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Lauenburg In Möllner 30-Zonen kann es teuer werden
Lokales Lauenburg In Möllner 30-Zonen kann es teuer werden
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22:00 19.04.2016
In Mölln wird jetzt verstärkt geblitzt. Landrat Christoph Mager (li.) und Bürgermeister Jan Wiegels reagieren damit auf zu viele Temposünder, die nachts zu viel Lärm verursachen. Quelle: Philip Schülermann

Die letzten Messergebnisse seien erschreckend, sagt Landrat Christoph Mager. „Wir machen uns Gedanken, dass die Maßnahmen nicht eingehalten werden, wie man es erwarten könnte“, sagt er. Die Maßnahmen kämen ja nicht „aus hohler Hand“, sondern wegen eines Lärmschutzgutachtens, so der Landrat weiter. Deshalb entspreche man den Anträgen der Stadt Mölln und eines Anwohners.

„Schnell kommt der Vorwurf der Wegelagerei. Aber darum geht es nicht.“ Landrat Christoph Mager

72 Dezibel dürfe der Verkehr in Mischgebieten laut sein, nachts generell zehn weniger. An den nun stärker kontrollierten Straßen seien die Grenzwerte überschritten worden, sagt Tanja Stamer von der Kreisverkehrsaufsicht. 240 Menschen sind laut Bürgermeister Wiegels in Mölln von derartigen Lärmpegeln betroffen. Am Vorkamp sind täglich rund 21000 Autos unterwegs.

Dass sich noch nicht so viele Autofahrer an das Tempolimit halten, sei „sicherlich ein Gewöhnungsprozess“, sagt Wiegels.

Von 209 Verkehrsteilnehmern waren bei einer Messung in den vergangenen Tagen 92 zu schnell unterwegs. Die traurigen Spitzenreiten wurden mit 88 und 81 Km/h zu viel geblitzt. An der Schmilauer Straße ist die Hälfte aller Gemessenen zu schnell gewesen.

Schnell komme der Vorwurf der Wegelagerei, sagt Landrat Mager. „Aber darum geht es nicht.“ Sie warnten die Öffentlichkeit ja davor, zu schnell zu fahren. Mit dem Senken der zulässigen Geschwindigkeit von 50 auf 30 Km/h in den Nachtstunden konnte der Lärmpegel gesenkt werden. Mindestens drei Dezibel müsse eine solche Maßnahme bringen, dreieinhalb hätten sie laut Stamer erreicht — so die Berechnungen. Bauamtsleiter Manfred Kuhmann sagt, die Stadt Mölln hätte beantragt, dass auch tagsüber Tempo 30 gelten sollte. Laut Gutachten ist das aber nicht nötig.

Zwei Kastenwagen, ein blauer und ein weißer, sind im Kreis unterwegs. Sie haben jeweils ein Blitzgerät an Bord, das per Wlan mit dem Auto verbunden ist. Wann genau geblitzt werde, sagen die Amtsvertreter nicht. Tanja Stamer sagt aber: „Momentan häufiger und irgendwann reduzieren wir das wieder.“

Von phs

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