Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg In Sandesneben gibt es wieder politischen Wettbewerb
Lokales Lauenburg In Sandesneben gibt es wieder politischen Wettbewerb
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:16 30.10.2012
Anzeige
Herzogtum Lauenburg

In Sandesneben hat in der vergangenen Woche der Wahlkampf begonnen. Mit der Gründungsversammlung der „Freien Wählergemeinschaft Sandesneben“ (FWS), wie sich die neue politische Kraft in der 1700-Seelen-Gemeinde nennt, gibt es nun nach fast fünf Jahren „Einparteienherrschaft“ wieder eine zweite politische Institution.

„Ob wir eine neue Wählergemeinschaft gründen, bedurfte keiner langen Frage. Manfred Markwardt, ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde, hatte schon vor langer Zeit die Idee, dieses Vorhaben anzugehen“, sagt Michael Rebling zur Begrüßung der knapp 30 Personen, die zur Gründungsversammlung in den Lauenburger Hof gekommen waren. „Es entspricht doch dem demokratischen Grundverständnis, dass es mehrere Meinungen gibt. Das ist in den vergangenen Jahren offenbar viel zu kurz gekommen.“

Außerdem müsse sich eine zweite Wählergemeinschaft von der anderen unterscheiden, sonst ergebe es keinen Sinn. Im Übrigen wolle man mit der neuen Partei keine Protestwählergemeinschaft ins Leben rufen, sondern sich für den Ort Sandesneben und seine Bürger einsetzen. Jetzt habe man etliche Punkte zusammen gestellt, die deutliche Unterschiede zur bereits bestehenden WGS aufzeigen. In einer Vorstellungsrunde prangerten diejenigen, die mit ihrer Initiative die Gründung der neuen Partei auf den Weg gebracht hatten, dann auch schon einmal die Arbeit der amtierenden Gemeindevertreter an. Und sie machten dabei deutlich, was sie im Falle ihrer Wahl besser, beziehungsweise anders machen würden.

Dabei standen immer wieder die drei wichtigsten Dinge, die sich auch in der später einstimmig verabschiedeten Satzung wieder finden, ganz im Vordergrund: Transparenz, Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung. Vier Seiten stark ist die Satzung, die an diesem Abend von 18 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet wurde. Inzwischen ist die Zahl der Mitglieder weiter angestiegen, nachdem weitere Sandesnebener einen Aufnahmeantrag unterschrieben hatten.

Die Vorstandwahlen fielen eindeutig aus. Michael Rebling wurde Vorsitzender, Holger Siemer zweiter Vorsitzender. Beide wurden einstimmig gewählt. Bernd Burmester (Kassenwart), Björn-Oke Berwald (Schriftführer) und Sven Peters (Beisitzer) erhielten jeweils eine Gegenstimme. Helga Sembritzki wurde wiederum einstimmig zur Beisitzerin gewählt.

Als Fraktionschef der FWS wird Günther Peters bis zum Ende der Legislaturperiode in der Gemeindevertretung sitzen. Holger Siemer und Björn-Oke Berwald waren nach dem Ausschluss von Günter Peters aus der Wählergemeinschaft Sandesneben (WGS) ebenfalls ausgetreten. Diese drei haben allerdings ihr Mandat behalten und bilden nun bis zum Ende der Wahlperiode im kommenden Frühjahr eine eigene Fraktion. Die Mindeststärke einer Fraktion besteht aus drei Personen. Günter Peters ist Fraktionsvorsitzender der FWS.

Das Schlusswort auf der Gründungsveranstaltung hatte der Vorsitzende Michael Rebling: „Es war ein guter Anfang heute Abend. Das macht Mut für die Zukunft. Wir werden alles daran setzen, vertrauensvoll für und mit den Bürgerinnen und Bürgern Sandesnebens zu arbeiten. Uns ist bewusst, dass die Gemeinde als Zentralort eine besondere Verantwortung trägt. Dennoch ist es wichtig, die Unabhängigkeit der Gemeinde von der Verwaltung zu bewahren.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung im Kreis Herzogtum Lauenburg (WFL) haben die jüngst wieder aufgeflammte Kritik an der WFL-Standortinitiative zurückgewiesen. Die Diskussion werde polemisch geführt und verzerre die Tats

30.10.2012

„Optimismus ist Pflicht!“ lautete das Motto des diesjährigen Kreislandfrauen-Tages am Donnerstag in Schwarzenbek. Wenn so explizit an die Zuversicht appelliert wird, könnte man vermuten, dass bei den Landfrauen einiges im Argen liegt. Die LN sp

28.10.2012

„Alle vorgeschlagenen Institutionen und Einzelpersonen wären – da war sich die Jury einig – würdige Preisträger gewesen“, schickte Jörg-Rüdiger Geschke, Vorsitzender des Auswahlgremiums der Stiftung Herzogtum Lauenburg, in seiner einleit

28.10.2012
Anzeige