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Lauenburg Industriepark Grüner Jäger hat neuen Besitzer
Lokales Lauenburg Industriepark Grüner Jäger hat neuen Besitzer
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22:52 26.10.2017
Der Industriepark Grüner Jäger an der Borsigstraße bietet acht Hektar Fläche und damit großes Potential. Quelle: Foto: Tja

Das Grundstück wird in absehbarer Zeit Geesthachts einzige verbliebene Industriefläche mit Potential für eine neue Entwicklung und damit von besonderer Bedeutung sein. „Das Industrieareal besticht durch seinen einzigartigen Charme und die unvergleichliche Lage mitten im Waldgebiet“, bewirbt Kämereit das Gelände auf seiner Internetseite. Was genau er mit dem Industriepark vor hat, sagt er auf LN-Nachfrage bisher nicht. Er sehe aber große Chancen, die Klassifizierung als Industriegebiet im Flächennutzungsplan sorge für viele Nachfragen von möglichen Mietern.

Das 80 000 Quadratmeter große Gelände verfügt laut Kämereit über verschiedene Krananlagen, außerdem wäre es über den seit Jahrzehnten ruhenden Gleisanschluss nach einer möglichen Reaktivierung von der Elbe aus an Grünhof-Tesperhude vorbei und durch den Wald der Industrieverwertungsgesellschaft des Bundes (beidseits der Max-Planck-Straße) auch auf dem Schienenweg zu erreichen. Geesthacht betreibt jedoch gerade die Stilllegung des Gleises.

Insgesamt sieben Hallen, ein Bürogebäude mit einer Gesamtfläche von 14 700 Quadratmetern sowie etwa 60 000 Quadratmeter Freiflächen gehören der Alstertreu an der Borsigstraße, an der auch noch die Quarzschmelze ihren Sitz hat.

Das Unternehmen aus Hamburg bietet aktuell verschiedene Einheiten zur Vermietung an. Etwa 5000 Quadratmeter mit Krananlage, 10 700 Quadratmeter am Waldrand oder 5100 Quadratmeter „mit vorhandenem Fundamenten“, wie es heißt. Die stammen aus der Zeit, als Mitte der 1990er Jahre zwei riesige Hallen durch das Werk eines unbekannten Brandstifters in Schutt und Asche gelegt wurden. Außerdem gibt es diverse Büroräume von 22 bis 1000 Quadratmeter zur Miete.

Mehrere Firmen haben schon seit Jahren Räume und Hallen im Industriepark Grüner Jäger gemietet, darunter eine Möbelfirma für ein Lager und ein Fotostudio. Derzeit wird eine zuletzt zugewachsene Freifläche, auf der die erste Halle niedergebrannt war, planiert. Dort soll ein Freilager entstehen. Pläne einer Firma, die mit geländegängigen Raupenfahrzeugen ein Freizeitabenteuer auf einem Geländeparcours anbieten wollte, haben sich zerschlagen.

Bürgermeister Olaf Schulze sieht im neuen Besitzer jemanden, der den Industriepark voranbringen könnte. „Wir haben bereits einen guten Kontakt, kennen aber auch noch keine konkreten Zukunftspläne des Besitzers“, erklärt Schulze.

Auch zur Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft des Kreises (WFL) gibt es laut Schulze schon Kontakt des Besitzers. Bei der WFL geht man davon aus, dass das Areal mit dem Bau der Umgehungsstraße – durch die es deutlich schneller von Hamburg aus erreichbar wird – neue Belebung erfahren könnte.

Einst Wilhelmsburger Maschinenfabrik

In der ehemaligen Wilhelmsburger Maschinenfabrik, die nach der Gründung 1919 in Hamburg-Wilhelmsburg 1953 nach Geesthacht übergesiedelt war, wurden Maschinen und Anlagen für den gesamten Bereich der Blechbearbeitung, der Hütten- und Walzwerkstechnik und der Offshore-Technik konstruiert und gebaut. Außerdem wurden Anlagen zur Herstellung synthetischer Industriediamanten betrieben. Seit 1992 versuchte die Familie Prahl, die Gebäude neu zu beleben – allerdings fehlten stets Investoren. tja

 Timo Jann

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