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Lauenburg Insektenschutz geht nur im Miteinander
Lokales Lauenburg Insektenschutz geht nur im Miteinander
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21:30 27.02.2018
Ratzeburg

Im Anschluss an den beeindruckenden Film wurde das aktuelle Insektensterben mit Kritikpunkten an der konventionell-industriellen Landwirtschaft diskutiert. Auf dem „Podium“ saßen Margret Püttmann vom Landes-Imkerverband, Harald Quint, Biobauer und Solitärbienenfreund, Klaus Wegner, Vorstandsmitglied im Kreisbauernverband, Detlef Hack, Öko-Bauer vom „Lämmerhof“, Bettina Best, Pädagogin und Kreistagsabgeordnete der Grünen sowie Hans-Heinrich Stamer vom BUND-Kreisvorstand.

Das Podium war sich einig, dass Aufklärung und Ausbildung zu Landwirtschaft unter Rücksichtnahme auf den Naturschutz in der Gesellschaft besser werden müssen. Die Insektenwelt beispielsweise könne nur im engen Miteinander von Produzenten, Konsumenten und der besorgten Öffentlichkeit gerettet werden. Auf die Frage, ob noch Zeit sei zuzusehen, wie Insekten, Amphibien, Echsen, Vögel und Säuger in großer Zahl wegsterben oder ob nun Taten gefordert seien, ergab die Diskussion, dass der Insektenschutz sofort und überall in Dorf und Stadt, im Garten und auf den kommunalen Flächen initiiert und intensiviert werden sollten.

Kirche und Kreis als größte Grundeigentümer im Lauenburgischen müssten Vorbild sein. Auf längst ausstehende Entscheidungen der Politik könne nicht mehr gewartet werden. Neben den drei Möllner Kernthesen „Wir möchten den ländlichen Raum als Heimat erhalten“, „Es gibt einen Artenverlust, der menschengemacht ist“ und „Wir möchten einen interdisziplinären Arbeitskreis ,Zur Gesundung der Kulturlandschaft’ einrichten“ wurde eine vierte Kernthese „Städte und Dörfer starten eine ökologische Offensive zum Insektenschutz für eine zukunftsfähige Kulturlandschaft“ zur Abstimmung gestellt und mit großer Mehrheit beschlossen.

Dr. Lutz Fähser, Moderator des Abends, dankte für die sachkundig faire Diskussion und lud zur Folgeveranstaltung am 27. März um 18.30 Uhr ins Burgtheater ein. Thema: „Das System Milch“.

LN

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