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Lauenburg Investitionen für die Lauenburger Wehr
Lokales Lauenburg Investitionen für die Lauenburger Wehr
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21:56 08.01.2018

„Einiges ist zwar schon angeschoben, anderes muss aber folgen, damit wir schlagkräftig bleiben.", sagt Heuer. Im Herbst diesen Jahres erwartet Lauenburgs Feuerwehr ein modernes Löschgruppenfahrzeug, ein LF 20, das ein 1993 gebautes Fahrzeug ersetzen soll. Das neue Fahrzeug hat auf dem Dach einen fest montierten Wasserwerfer, mit 4000 Litern einen überdurchschnittlich großen Wassertank – und es kostet etwa 400000 Euro.

Die Anforderungen an die Lauenburger Feuerwehr steigen ständig an: 2015 gab es 160 Einsätze, 2016 waren es 170 und 2017 rückten die Retter sogar 189 Mal aus. „Das ist der höchste Wert in unserer Geschichte in einem Jahr ohne ein Hochwasser der Elbe“, sagt Wehrführer Lars Heuer.

In den kommenden Tagen soll soll der Auftrag für einen neuen Einsatzleitwagen ausgelöst werden, der ein 13 Jahre altes Fahrzeug ersetzen soll. Heuer hofft trotz der schwierigen Finanzlage der Stadt auf Mittel im Doppelhaushalt 2018/2019, um auch das zweite Löschfahrzeug ersetzen zu können, das immerhin seit 21 Jahren im Einsatz ist. „Dann wären wir technisch auf einem guten Stand.“

Was Heuer auf den Magen schlägt, ist der bauliche Zustand der Unterkunft im Katastrophenschutzzentrum an der Reeperbahn, ein Bau aus den frühen 1980er Jahren. „Da muss sich dringend etwas tun“, mahnt der Wehrchef an. So war der Umkleideraum ursprünglich für 60 Aktive ausgelegt, heute sind es 100. Die Unfallkasse der Retter kritisiert die gefährliche Situation schon lange. Doch ohne Umbau gibt es keine Verbesserungen.

Die Verwaltung will jetzt einen Masterplan für das Katastrophenschutzzentrum entwickeln. Heuer legt großen Wert auf eine Trennung der Umkleideräume, um nach Brandeinsätzen kontaminierte Schutzkleidung getrennt von der Privatkleidung ablegen zu können. Noch ein Manko: Der Funktisch könnte beinahe ins Museum – er ist 35 Jahre alt.

Um Nachwuchs hingegen muss sich Heuer nicht sorgen. „Wir sind mit unserer Kinderabteilung, den Mini-Rettern, und der Jugendfeuerwehr gut aufgestellt. Was uns manchmal fehlt, sind tagsüber verfügbare Einsatzkräfte.“ Da könnte es bei größeren Einsätzen Engpässe geben, die dann durch benachbarte Wehren ausgeglichen werden müssten. „Aber bislang haben wir alle an uns gestellten Anforderungen bewältigt“, sagt Heuer.

 Von Timo Jann

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