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Lauenburg Ist das Möllner Kurmittelhaus noch zu retten?
Lokales Lauenburg Ist das Möllner Kurmittelhaus noch zu retten?
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20:10 26.06.2013
Eine Einwohnerversammlung

Gegen die drohende Schließung des Kurmittelhauses in Mölln soll noch dieses Jahr ein Bürgerbegehren in Gang gebracht werden. Bei einem Treffen der Initiatoren diskutierte man jetzt ausführlich die Haltung der Stadt dazu.

„Obgleich der Bürgermeister immer mit Zahlen über die jährlichen Verluste des Kurmittelhauses schnell zur Hand war — er sprach stets von 400 000 bis 600 000 Euro — duckt die Stadt sich nun weg.

Seit zwei Monaten ist ihr bekannt, dass ein Bürgerbegehren vorbereitet wird und sie hierfür exakte Zahlen vorlegen muss, geschehen ist aber nichts“, sagt Referent Christian Klein. Zwei Wochen nach der offiziellen Anfrage der Anwälte der Initiatoren des Begehrens lägen noch immer keine Zahlen vor. Die Stadt habe die Unterschriftensammlung in die Zeit der Schulferien verschleppt, dann seien viele Möllner Bürger nämlich nicht zu Hause.

Bürgermeister Jan Wiegels, von den LN um eine Stellungnahme dazu gebeten, reagierte verärgert: „Die Feststellung der Initiatoren, die Stadt verschleppe die Unterschriftensammlung, ist eine bösartige Unterstellung, zumal diese nach dem offiziellen Start des Bürgerbegehrens sechs Monate Zeit haben, die notwendigen Unterschriften einzuholen. Zudem ist die uns bislang im Entwurf vorliegende Fragestellung nach unserer Auffassung nicht so klar und eindeutig, wie dies von der Kommunalaufsicht bewertet wurde.“

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens seien mit ihren „Anwürfen“ bei der Stadt außerdem an der falschen Adresse. Wiegels: „Betreiber und Eigentümer des Kurmittelhauses sind die Stadtwerke Mölln und nicht die Stadt Mölln. Die Stadtwerke haben zur Kostenermittlung eine externe Fachfirma beauftragt, auch um von vornherein eventuellen Zweifel an der Neutralität und Belastbarkeit der Kostenaufstellung zu begegnen. Diese wird voraussichtlich Mitte Juni vorliegen.“ Im Übrigen werde zu dieser Thematik am 4. Juli eine Einwohnerversammlung stattfinden.

Vorwürfe erheben die Bürgerbegehren-Initiatoren auch gegen die Möllner Sportvereinigung (MSV): Die MSV habe das Gerücht verbreitet, ein Bürgerbegehren gegen die Möllner Stadtwerke sei gar nicht möglich, weil es sich hierbei um eine Privatfirma handele. „Dies ist zwar völlig unsinnig, es hat aber viele der 280 regelmäßigen Nutzer des Kurmittelhauses, die im Sportverein organisiert sind, davon abgehalten, sich mit fünf bis zehn Euro an den Anwaltskosten zu beteiligen“, sagt Dieter Kroeg von den Initiatoren des Bürgerbegehrens.

Mit einem Seitenhieb auf Anja Reimann, die Vorsitzende der MSV, erklärt Christian Klein: „Wenn man Stadtverordnete der CDU werden will, dann vertritt man natürlich auch die Meinung der CDU, und die will das Bad unbedingt schließen. Utopische Vorstellungen vom privaten Wohltäter, der das Kurmittelhaus in Eigenregie übernehmen und auf seine Kosten sanieren würde, wie in einem Leserbrief in den LN von Frau Reimann vertreten, sind nur ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver. Es war eben schon immer schwer, Diener zweier Herren zu sein.“

Die Gruppe beschloss, nun direkt an die Mitglieder des Möllner Sportvereins heranzutreten.

Jeder ist willkommen
zum Thema Kurmittelhaus findet am Donnerstag, 4. Juli, ab 19 Uhr in der Stadtwerke-Arena auf dem Schulberg statt. Besucher werden im Eingangsbereich aufgefordert, ihren Namen, Vornamen und ihre Adresse anzugeben. So wird gewährleistet, dass nur Berechtigte — also Bürger aus Mölln — ihre Stimme abgeben können.

nd/fg

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