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Lauenburg Jamaika für von Notz „faszinierende“ Möglichkeit
Lokales Lauenburg Jamaika für von Notz „faszinierende“ Möglichkeit
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22:15 28.09.2017
Etwa 20 Mitglieder sind nach Mölln gekommen, um mit dem frisch wiedergewählten Konstantin von Notz (rechts) über Jamaika zu diskutieren. Quelle: Fotos: Marohn

„Wir haben tatsächlich auf den letzten Metern entscheidend Boden gut gemacht“, sagte von Notz vor etwa 20 Mitgliedern in Mölln. Viele Leute hätten sich bis zuletzt nicht entschieden gehabt. Da habe sich das Kämpfen um Stimmen bis zum Schluss gelohnt. Im Vergleich der Flächenländer habe man mit 12,6 Prozent bei den Zweitstimmen das stärkste Ergebnis nach Baden-Württemberg eingefahren.

Drei Tage nach der Bundestagswahl ist der frisch wiedergewählte Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz in seinem Heimatwahlkreis zu Gast gewesen. Gemeinsam mit der Basis diskutierte er über eine Jamaika-Koalition und warnte vor Spekulationen über mögliche Ministerposten.

Jamaika bezeichnete von Notz als schwierigste aller möglichen Koalitionen. „Jamaika ist objektiv schwierig. Aber es steht uns gut an, ohne Eifer und Schaum vor dem Mund in mögliche Gespräche zu gehen und uns das ernsthaft anzu- gucken“, sagte der Grünen-Fraktionsvize der vergangenen Wahlperiode. Die Grünen würden am Ende nur mitmachen, „wenn es für uns gut ist“. Das habe man in Schleswig-Holstein auch so gemacht. „Die Leute haben uns nicht mit 12,6 Prozent gewählt, weil wir Jamaika machen, sondern weil wir authentisch gezeigt haben, dass wir das Ergebnis ernst nehmen“.

Vor einer immer wieder auch ins Spiel gebrachten möglichen Neuwahl warnte von Notz. Das sei verfassungsrechtlich „mega problematisch“ Hürden. Und das sei aus gutem Grund so. Mann könne in Deutschland nicht einfach neu wählen und sagen: „Leute, ihr habt euch geirrt. Der Horst oder die Grünen sind so schwierig“, sagte Konstantin von Notz.

Natürlich übe es auch auf ihn „eine gewisse Faszination aus“, wenn man nach acht Jahren in der Opposition „Anträge nicht nur für die Ablage P macht – und von der Großen Koalition sei alles abgelehnt worden, sondern man vielleicht auch mal etwas durchbekommt“, sagt von Notz – kommentiert von verständnisvollem Lachen der versammelten Mitglieder in der Möllner Kreisparteizentrale. Man könne ein wenig mitgestalten. Allerdings geht von Notz davon aus, dass die SPD die Tür „da noch nicht endgültig zugemacht hat“. Dass Sigmar Gabriel als „beliebtester Politiker der SPD“ derzeit schweige, sei ungewöhnlich in so einer Situation.

Eine Regierungsbeteiligung könnte für die Grünen gerade aus europäischer Sicht interessant sein. Uta Röpke erinnerte daran, dass die EU in den kommenden Jahren den Landwirtschaftssektor für die Zeit ab 2021 neu verhandeln werde. In den Jahren davor sei es daher sehr interessant, diese Entscheidungen mit beeinflussen zu können. Von Notz warnte allerdings davor, schon vor dem Beginn von Sondierungsgesprächen öffentlich über mögliche Ministerposten zu diskutieren.

Am 7. November stehen bei den Grünen bei der Jahreshauptversammlung erneut Vorstandswahlen an. Markus Worm will dabei erneut für den Posten als Kreissprecher antreten. Bereits entschieden haben die Kreisgrünen, dass sie mindestens vier weitere Jahre mit ihrer Kreisgeschäftsstelle im Möllner Ortszentrum bleiben wollen. Der Mietvertrag solle entsprechend verlängert werden – genau so wie die wenig klimaschonenden Schaufenster.

Von Holger Marohn

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