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Lauenburg „Jetzt muss er zeigen, dass er besser ist als sein Vorgänger“
Lokales Lauenburg „Jetzt muss er zeigen, dass er besser ist als sein Vorgänger“
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20:24 21.11.2016

. Was sind die Gründe für die Abwahl des bisherigen Kreiswehrführers Michael Raddatz? Hier werden Feuerwehrleute auf Nachfrage extrem wortkarg, auch wenn ihr Abstimmungsverhalten am Freitag (LN berichteten) mit zwei Dritteln für Sven Stonies Bände sprach. Diese Zustimmung sei aber kein Blankoscheck: Auch das wurde in den Gesprächen deutlich, die die LN mit Feuerwehrleuten führten.

Erfahrungen hat Stonies reichlich gesammelt in der Vergangenheit. Als Gemeindewehrführer in Mölln und bei seinen verschiedenen Tätigkeiten im Kreisfeuerwehrverband sowie als Beisitzer im Vorstand des Verbandes. Bei diesem Wahlergebnis müsse er aber auch nun liefern, war zu hören. Was offenbar nichts anderes bedeutet, „dass er besser als sein Vorgänger sein muss“.

Möllns Bürgermeister Jan Wiegels gratulierte schon vorweg via Facebook. Der Bürgermeister habe ihm vollste Unterstützung zugesagt, sollte er die Wahl gewinnen. Insbesondere zähle dazu die Freistellung vom Dienst (Bürgerservice) in der Verwaltung der Stadt Mölln, wann immer es das Amt des Kreiswehrführers verlange, so Stonies am Wahlabend. „Ein Superergebnis und für Mölln eine Stärkung der Feuerwehr“, so Wiegels. Sicherlich werde man Stonies freistellen. „Das wird eine zusätzliche Belastung für die Stadt sein, aber ich bin überzeugt, dass unser Mitarbeiter sowohl sein neues Ehrenamt als auch seine Aufgaben bei uns im Haus hervorragend ausführen wird.“

Norbert Brackmann, Vositzender des Innenausschusses des Kreises, sagte: „Eine Kampfabstimmung mit zwei Dritteln der Stimmen zu gewinnen, schafft man nur, wenn man sehr große Unterstützer in den Reihen der Feuerwehr hat. Das war ein großes Vertrauen, das ihm die Feuerwehren des Kreises ausgesprochen haben.“

Amtsvorsteher Ulrich Hardtke vom Amt Sandesneben-Nusse, wo Raddatz zu Hause ist, sagte: „Ich kann nicht verstehen, warum ein erfolgreicher Kreiswehrführer ohne Not abgewählt werden musste. Dass Herr Stonies eine hervorragende Wahl für das Amt ist, steht dabei völlig außer Frage.“

Michael Raddatz selbst übte schon vor der Wahl bei seinem Bericht über seine Amtszeit Selbstkritik: „Ich habe mir bei den Feuerwehren Kritisches angehört und muss mich hier und da verbessern.“ Sicherlich sei die ein oder andere Entscheidung nicht immer populär gewesen, aber er habe immer versucht, das Beste für die Feuerwehr herauszuholen.

Als Beispiel nannte er dabei die Einwerbung von 10000 Euro für das Projekt der feuerwehreigenen und zentralen Musikausbildung vor wenigen Tagen beim Landesfeuerwehrverband.

Am 1. Januar um Mitternacht beginnt die Amtszeit für Stonies als Kreiswehrführer im Herzogtum Lauenburg. Raddatz geht davon aus, dass es eine vernünftige Übergabe geben wird und will sein Amt bis zum Ende ausüben.

Vor der Wahl des Kreiswehrführers musste auch der Kreisjugendwart bestimmt werden, der auch Beisitzer im Vorstand des Kreisverbandes ist. Hier stellte sich der Möllner Vizegemeindewehrführer Stefan Jacke, der dieses Amt vor sechs Jahren von Friedrich-Wilhelm Hobein übernommen hatte, als einziger Kandidat zur Wiederwahl. In geheimer Abstimmung stimmten 220 Delegierte für Jacke, fünf gegen ihn und eine Stimme war ungültig.

Jens Burmester

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