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Lauenburg Jobcenter in Mölln arbeitet jetzt kreisweit
Lokales Lauenburg Jobcenter in Mölln arbeitet jetzt kreisweit
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11:17 05.04.2017
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Mölln

Das Jobcenter Herzogtum Lauenburg hat sich mit dem Bau eines zweigeschossigen Gebäudes in Mölln neu aufgestellt für die bestehenden und kommenden Herausforderungen der Hilfe für Flüchtlinge. Derzeit gibt es demnach kreisweit 1000 Menschen, deren Aufenthaltsstatus noch ungeklärt ist und die zu potenziellen Kunden des Jobcenters werden könnten.

 

Schlüsselübergabe im Neubau für 1,07 Millionen Euro: Axel Weidner (v. l., Bauherr aus Lübeck), Ulrich Elsweiler (Leiter des Jobcenters Mölln), Kirsten Babendererde und Claudia Möller (Architektinnen, Bad Schwartau). Quelle: Foto: Grombein

Vermieter und Architekten des Neubaus

Grundstücksbesitzer Axel Weidner aus Lübeck vermietet das zweigeschossigen Gebäude mit 28 Räumen ans Jobcenter. Büros können mit bis zu drei Mitarbeitern belegt werden, die an ihren Schreibtischen auf zwei Schirme blicken. Die Architektinnen Kirsten Babendererde und Claudia Möller aus Bad Schwartau haben es gebaut. Über Wärmepumpen wird mit regenerativer Energie geheizt.

Im neuen Gebäude auf dem Gelände Alt-Möllner-Straße 2 sollen aber nicht direkt Flüchtlinge betreut werden.

Vielmehr ist ein Backoffice mit derzeit zehn Mitarbeitern entstanden, die sich im Wesentlichen mit allen Kunden aus dem Leistungsbereich des SGB 2 beschäftigen. Das Neue: Die Arbeit an den digitalen E-Akten erlaubt es, Fälle aus dem gesamten Kreisgebiet zügig zu bearbeiten. Das neue Gebäude in Holzrahmenbauweise hat 1,07 Millionen Euro gekostet.

„Das Backoffice ist wegen der Flüchtlinge entstanden“, sagt Ulrich Elsweiler, Chef des Möllner Jobcenters. Ihre Versorgung habe neue Kapazitäten verlangt. Mitarbeiter seien durch neue elektronische Akten nicht mehr standortgebunden. Deshalb habe man nun vier Mitarbeiter aus dem Jobcenter Geesthacht, zwei aus Schwarzenbek, drei aus dem älteren Jobcenter-Gebäude in Mölln und einen Mitarbeiter aus Ratzeburg in das neue Möllner Backoffice versetzt. Etwa im Jobcenter Schwarzenbek sei es zu eng geworden. Diese zehn Mitarbeiter arbeiten im Hintergrund und können sich ohne Ablenkungen auf die Arbeit konzentrieren. „Wir wollten Synergien schaffen“, erklärt Olaf Berling, stellvertretender Geschäftsführer der Jobcenter Herzogtum Lauenburg, der im neuen Gebäude ein Eckbüro mit Blick auf den Ziegelsee genießt. Im neuen Büro gäbe es nämlich keinen Kundeverkehr mehr.

Weitere Mitarbeiter im Neubau sind für Teilhabe zuständig. Damit sind dort 15 Mitarbeiter tätig – acht weitere könnten untergebracht werden. 20 Prozent aller SGB-2-Anträge im Kreis werden nun in Mölln bearbeitet. Die Mitarbeiterzahl in Mölln wächst damit von 75 auf 89.

 Florian Grombein

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