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Lauenburg Jüngste Küsterin der gesamten Nordkirche startet in Schönberg
Lokales Lauenburg Jüngste Küsterin der gesamten Nordkirche startet in Schönberg
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18:46 16.05.2018
Schönberg/Sandesneben

„Diese Arbeit macht mir riesigen Spaß, und meine erste Konfirmation mit voller Kapelle habe ich auch gerade gemeistert", strahlt die junge Frau, die nach der Schulzeit studieren und Lehrerin werden möchte. Der nächste Gottesdienst, den sie vorbereitet, findet am Pfingstsonntag, 20. Mai, um 10.15 Uhr statt.

Melina Bluhm ist in die Fußstapfen ihres Großonkels Herbert Bluhm getreten, der nach 55 Jahren als Küster in den Ruhestand ging. Der 85-Jährige schmunzelt: „Melina muss schon ihr Leben lang Küsterin bleiben, wenn sie meinen Rekord brechen will“. Er findet es sehr gut, dass der Job in der Familie bleibt. „Sie ist eine würdige Nachfolgerin.“ Und da Herbert Bluhm um die Ecke wohnt, kommt er immer wieder mal gucken, ob alles rund läuft.

Die Idee, dass die Schülerin, die seit acht Jahren Saxophon spielt, nebenbei als Küsterin arbeitet, hatten sowohl Melina als auch Herbert Bluhm: „Herbert ist wie ein Opa für mich, und ich bin von Kindesbeinen an mit der Kapelle und allem, was dazu gehört, sehr vertraut. Ich bin hier selbst auch getauft und konfirmiert worden, meine Eltern wurden hier getraut, und ich habe schon früh meinem Großonkel geholfen“. Seit November teilten sich Herbert und Melina Bluhm den Küster-Dienst, seit Februar arbeitet die Schülerin autark. Die Rückmeldungen der Kapellenbesucher seien positiv: „Von den meisten bekomme ich ein: Das hast du gut gemacht!“, freut sich die Schönbergerin, die seit 2015 auch den Konfirmandenunterricht und die Jugendgruppe der Kirchengemeinde mit leitet.

Für sie wäre es daher schön, wenn sie einen Studienplatz in der Nähe – vielleicht in Hamburg? – bekäme. Denn: „Dann kann ich weiter als Küsterin arbeiten“. Melina Bluhm lacht, verabschiedet sich und geht mit ihrem Großonkel, der gerade eine Pause vom Rasenmähen macht, ein Eis essen.

LN

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