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Lauenburg Junge Forscher beeindrucken die Jury
Lokales Lauenburg Junge Forscher beeindrucken die Jury
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23:32 19.02.2016
Für ihre Entwicklung sind Anne und Marie Schweim sowie Sarah Grube dabei, ein Patent anzumelden. Ihr Prototyp (hier nur Dummy) ist dabei so geheim, dass er nur für die Jury ausgepackt wurde.

 Und die waren teils spektakulär, teils kurios. Und längst nicht alles, was sich Schüler so in oder neben dem Unterricht ausgedacht hatten wurde zugelassen.

Jugend forscht

118 Schüler aus der Region haben in diesem Jahr teilgenommen. 48 davon starteten im Wettbewerb Jugend forscht, 70 im Bereich Schüler experimentieren.

53 Arbeiten und Projekte wurden eingereicht. Am stärksten war der Bereich Chemie vertreten (34). Physik war nur in den jüngeren Jahrgängen stark.

„Hier muss schon ein gewisser wissenschaftlicher Ansatz vorhanden sein“, sagt Wettbewerbsleiterin Dr. Christine Germer, selbst Lehrerin für Chemie und Physik in Bargteheide. So sei eine Bewerbung zum Thema Atommüll-Endlager abgelehnt worden, weil es sich letztlich um aus Büchern zusammengeschriebene Informationen gehandelt habe.

Ganz anders bei einem Team des Gymnasiums Schwarzenbek. Unter dem Titel „Exoskelett für untere Extremitäten zur Verbesserung der Mobilität älterer und gehandicapter Personen“ haben Anne und Marie Schweim (beide 19) aus Kollow und Sarah Grube (17) aus Grabau ein spezielles flexibles Kniegelenk entwickelt. Inspiriert hat uns dabei unser Opa, der immer so Knieschmerzen hatte“, sagt Anne. Geholfen haben uns dabei auch die Kontakte zur Smart-Assistant-Gruppe der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg“, sagt Marie.

Die Jury zeigte sich sehr beeindruckt. „Die Entwicklung ist so professionell, dass sie sich durchaus mit der Industrie messen kann“, sagt Juror John Hedde. Und weil das so ist, durften gerade einmal die Augen der Jury das Werk bewundern — und auch nur nach Unterzeichnung einer Verschwiegenheitserklärung. Kaum war die Jury weg, verschwand das Exoskelett auch wieder geschützt vor neugierigen Blicken in einer Tasche. In der Tasche hatten die drei jungen Damen am Ende auch den Titel.

Von ihrem Vater hatte sich Pia Keller aus Lütjensee inspirieren lassen. Weil der regelmäßig beruflich im Gefängnis sei, habe sie experimentiert, wie viele Klopapierblätter zusammengedreht werden müssten, um sich an einem drei Meter langen Tau abzuseilen. Ergebnis: 1008 Stück für ein Gewicht von 89 Kilogramm.

Aus Germers Sicht, sind auch in diesem Jahr wieder einige Ideen dabei, die auch in Kiel beim Landesentscheid gute Chancen hätten. Doch es könnten durchaus ein paar mehr sein. „Aber das hängt letztlich auch immer an den Schulen selbst“, so Germer.

Holger Marohn

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