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Lauenburg „Kaiser Wilhelm“ dampft von heute an wieder
Lokales Lauenburg „Kaiser Wilhelm“ dampft von heute an wieder
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20:47 16.08.2017
Zehn Tage lag der Dampfer „Kaiser Wilhelm“ bei der Hitzler-Werft an Land zum Beheben des Schadens an der Antriebswelle. Quelle: Fotos: Timo Jann
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Lauenburg

Vorausgesetzt, die Testfahrt morgen geht glatt, steht den fahrplanmäßigen Touren des Raddampfers „Kaiser Wilhelm“ am Wochenende nichts mehr im Wege. Die Reparaturarbeiten nach dem Bruch der Antriebswelle der Schaufelräder wurden gestern problemlos abgeschlossen. Heute soll das 117 Jahre alte schwimmende Denkmal auf der Hitzler-Werft wieder zu Wasser gelassen werden.

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Antriebswelle wurde in der Hitzler-Werft repariert – Sonntag noch freie Plätze.

„Wir hatten zum Glück noch die Pläne von 1993, als wir die Räder und die Antriebswelle ersetzt hatten“, berichtet Werner Büker, der technische Leiter der Werft. „Deshalb wussten wir gleich, wie wir den Schaden beheben können“, sagt er. Wie berichtet hatte der Raddampfer während der Fahrt im Hamburger Hafen vor knapp zwei Wochen beinahe eines seiner beiden Schaufelräder verloren. „Ich vermute, dass die Welle nach dem Kontakt des Rades mit einem größeren Stück Treibholz gebrochen ist, weil die große mechanische Einwirkung wohl einfach zu stark war“, erklärt Kapitän Markus Reich den Vorgang.

Alle 270 Passagiere konnten nach der Havarie am Holthusenkai sicher von Bord gehen. Längsseits eines Tankschiffes wurde der Raddampfer anschließend nach Lauenburg geschleppt und auf der Werft an Land geholt. „Wir haben die Welle modifiziert und das Rad neu angeschweißt“, berichtet Büker. Außerdem wurden die zerbrochenen Schaufeln – sie schlugen an das Gehäuse – des Rades erneuert. „Wir hatten noch Glück, dass die Exzenterstangen gehalten haben, sonst wäre das Rad in der Elbe versunken“, sagt Reich. Büker führt das auf die hohe Qualität während des Baus des Schiffes im Jahr 1900 zurück.

„Glücklicherweise gab es durch den Zwischenfall keine weiteren Schäden“, sagt der Kapitän. Die Reparaturkosten belaufen sich auf etwa 15000 Euro. „Der Großteil davon ist durch eine Versicherung abgedeckt“, sagt Reich.

Am Sonnabend ist der Shantychor „Die Kielschweine“ für einen Auftritt an Bord, die Fahrt ist bereits ausverkauft. Reich: „Sonntag fahren wir um 9 Uhr nach Hitzacker, für die Fahrt gibt es noch Plätze.“

tja

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