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Lauenburg Kandidaten für den Bundestag diskutierten „Frieden heute“
Lokales Lauenburg Kandidaten für den Bundestag diskutierten „Frieden heute“
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10:07 30.08.2017
Diskussion „Wie geht Frieden heute?“ mit Moderator Friedemann Magaard (von links), Heidi Beutin, Nina Scheer, Bernd Buchholz, Norbert Brackmann und Bruno Hollnagel. Quelle: Foto: Thomas Biller
Wentorf/Hbg

„Der IS ist nur militärisch in den Griff zu bekommen“, erklärte Norbert Brackmann, Bundestagsabgeordneter der CDU aus Lauenburg beim Demokratie-Kolleg der Nordkirche am Donnerstagabend in Wentorf bei Hamburg. Es gäbe Konflikte, „da müssen wir gemeinsam multinational militärische Verantwortung mit übernehmen“.

Und der FDP-Kandidat für Berlin, Landeswirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, erklärte: „Ich bin kein Pazifist. Wir bewaffnen auch unsere Polizei. Aber es geht bei Konflikten darum, Partner für friedvolle Ziele zu suchen“.

 Brackmann (CDU), Dr. Nina Scheer (SPD), Buchholz (FDP), Heidi Beutin (Die Linke) und Dr. Bruno Hollnagel (AfD) waren der Einladung gefolgt. Der Grünen-Direktkandidat Dr. Konstantin von Notz war verhindert.

Bei den Impulsfragen hatten die Kandidaten je drei Minuten Zeit, sich den Fragen zu Glaubwürdigkeit und Haltung, sozialer Gerechtigkeit und Frieden in globaler Verantwortung zu stellen. In der knapp zweistündigen Diskussion kristallisierten sich die Themen bedingungsloses Grundeinkommen und militärische Auslandseinsätze als Schwerpunkte heraus. Dabei vertraten die Politiker die bekannten Positionen ihrer Parteien.

In der Schlussrunde plädierte Bruno Hollnagel für Maßnahmen, um das Abwandern hochqualifizierter Kräfte aus Deutschland zu bremsen. Nina Scheer möchte sich dafür einsetzen, die Rüstungsexporte zu reduzieren. Heidi Beutin forderte die Einführung einer Vermögenssteuer und eine andere Steuerpolitik. „Das Primat der Wirtschaft muss gekippt werden. Sie muss global der Welt dienen“, sagte Beutin.

Moderator Pastor Friedemann Magaard meinte unter Anspielung auf die mäßige Besucherzahl, es sei „ein günstiges Verhältnis zwischen Kandidaten und Wählern“.

 Thomas Biller

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