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Lauenburg Kastorfer Unternehmen bewirbt sich um Linien der Autokraft
Lokales Lauenburg Kastorfer Unternehmen bewirbt sich um Linien der Autokraft
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19:12 24.07.2017
„Für die Fahrer hat die Umfirmierung keine Auswirkungen.“Rembert Mölders Geschäftsführer Dahmetal

Der neue Vertrag des Kreises Herzogtum Lauenburg mit der Gewinnerin der Ausschreibung für das Busliniennetz, der Autokraft (AK), ist unterzeichnet. Die bisherige Betreiberin der Strecken, die Kastorfer Firma Dahmetal, die den Wettbewerb gegen die Bahn-Tochter deutlich verloren hatte, verzichtete auf einen Einspruch gegen den Zuschlag an die AK.

Dahmetal-Geschäftsführer Rembert Mölders erklärte vergangene Woche gegenüber den Lübecker Nachrichten: „Unser Anwalt sah keine Möglichkeit für einen erfolgreichen Einspruch gegen die Entscheidung“.

Was heißt das nun? Vorab hatte der Kastorfer Bus-Unternehmer bereits erklärt, dass bis zu 50 Stellen bei den Busfahrern, in der Werkstatt und auch in der Verwaltung abgebaut werden müssten, sollte man in der Ausschreibung den Kürzeren ziehen.

„In einer internen Versammlung haben wir unseren Mitarbeitern den nötigen Personalabbau angekündigt: bis maximal 43 Fahrer sowie maximal vier Mitarbeiter jeweils aus der Werkstatt und der Verwaltung“, bestätigte Mölders den LN kurz vor der Vertragsunterzeichnung des Kreises mit der AK. Zu dem Zeitpunkt stand aber noch nicht fest, inwiefern die Autokraft den neuen Auftrag mit eigenem Personal und eigenen Bussen erfüllen konnte. Nun aber ist klar: Die Autokraft hat etliche Linien ausgeschrieben, um Subunternehmen damit zu beauftragen. „Das sind etwa zwei Drittel unserer heutigen Leistung im bis Ende des Jahres noch gültigen Vertrag“, macht Mölders deutlich. Allerdings handele es sich nicht um das identische Netz, das die Firma Dahmetal bislang mit ihren Bussen und Kräften bedient hatte, sondern „querbeet“, so Mölders.

Die Angebote müssen bis zum 11. August bei der Autokraft abgegeben werden. Am 4. September, also am ersten Schultag, fällt die Entscheidung der AK über den Zuschlag an die Sub-Unternehmer.

Die Kastorfer haben sich übrigens nicht unter ihrer Traditionsmarke „Dahmetal“ beworben – wie auch schon nicht bei der Kreis-Ausschreibung. Statt dessen gab das Inhaberpaar Mölders ihr Angebot unter dem Namen der Tochtergesellschaft „Verkehrsgesellschaft Südholstein“ ab. „Wir wollen künftig bei Ausschreibungen nur noch unter diesem Namen auftreten“, bestätigte Mölders. Das sei aber nur eine interne Regelung, um die Strukturen innerhalb des Unternehmens „stringenter“ aufzustellen. Für die Fahrer und anderen Mitarbeiter des Unternehmens „hat diese Neufirmierung keinerlei Auswirkungen“.

Das wiederum kann sich der Betriebsrat (BR) nicht so recht vorstellen. Vorsitzender Michael Szkucik sagte: „Den Namen ,Verkehrsgesellschaft Südholstein’ gab’s bisher nur für unseren Schnellbus. Wir können uns derzeit nicht vorstellen, warum es eine Umbenennung geben soll.“ Er und seine BR-Kollegen vermuten, dass es sich um eine Maßnahme Richtung Tarifflucht handeln könnte. „Die VG Südholstein ist bislang nicht tarifgebunden“, antwortete er auf Nachfrage.

Dem widerspricht Rembert Mölders. „Das hat nichts mit der Tarifleistung zu tun, für unsere Fahrer wird sich nichts ändern!“ Ob und wie viele Mitarbeiter nun zum Ende des Jahres nun wirklich gehen sollen oder müssen, kann und will Mölders erst beantworten, wenn die AK-Ausschreibung gelaufen ist. Davon hänge alles ab. Bislang habe nur ein einziger Fahrer die Konsequenz ergriffen und von selbst gekündigt.

Joachim Strunk

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