Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Kater „Fred“ im Glück: Wie er dem nassen Tod entkam
Lokales Lauenburg Kater „Fred“ im Glück: Wie er dem nassen Tod entkam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:22 12.09.2013
Kater „Fred“ hat es überlebt. Auf dem Bild in der Mitte ist der Moment der Befreiung zu sehen. Seine Retterin hat das Gitter vor dem Loch aufgebrochen und ihn herausgezogen. Links der Mühlenbach, Ort des Unglücks, rechts das kuschelige Zuhause mit Hund „Bruno“. Quelle: Fotos: Tierschutz Mölln/hfr

Hallo, ich bin Kater Fred. Mir ist ein ganz schrecklicher Unfall passiert. Ich bin um ein Katzenhaar mit dem Leben davongekommen. Zum Glück wurde ich noch in letzter Minute von einer tierlieben Helferin gerettet, sonst wäre ich jämmerlich ertrunken. Die Geschichte hat mir im Tierheim keiner geglaubt. Aber sie ist echt wahr, Katerehrenwort.

Auf einer nächtlichen Streiftour durch Mölln bin ich an der alten Wassermühle vorbeigekommen. Mir ist das etwas unangenehm, denn ich bin ja als Kater eigentlich ein guter Kletterer. Aber irgendwie bin ich in den Bach auf dem Mühlenplatz gefallen. Der Sog hat mich in die Mühle reingezogen, egal wie sehr ich mit meinen Beinen gestrampelt habe. Immer weiter wurde ich in das dunkle Loch gezogen.

Mit allerletzter Kraft habe ich mich in eine der Kammern gekämpft und dort festgekrallt. Da saß ich nun, halb ins Wasser getaucht. Ich war eingesperrt: Auf der einen Seite der tosende Mühlenstrom und auf der anderen Seite ein Gitter, das mir den Weg in die Freiheit versperrte. Die Stunden vergingen und ich begann zu frieren und hatte außerdem riesigen Hunger. Aus lauter Panik begann ich lauthals zu schreien und schaffte es sogar, Passanten auf mich aufmerksam zu machen, die die Polizei alarmierten. Als die Polizei kam, maunzte ich extra laut. Aber die Männer gingen nach kurzer Zeit einfach wieder weg. Auch die Menschen vom Ordnungsamt halfen mir nicht. Ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben. Da hörte ich plötzlich, wie jemand an dem Gitter hantierte, es herausriss. Dann griff eine Hand nach mir. Kurze Zeit später war ich wieder in Freiheit. Eine liebe Frau von der Firma Agrosom muss mein Maunzen von ihrem Arbeitsplatz aus gehört haben und rettete mich. Meine Heldin ist so bescheiden, dass sie ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will. Nach einem kurzen Aufenthalt im Möllner Tierheim bin ich überglücklich, wieder zu Hause zu sein — bei meinem Freund, dem Hund „Bruno“. Aber in Zukunft halte ich mich wohl lieber von Wasser fern.

A. Röder

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nur eine Person wurde leicht verletzt, kam aber zur Untersuchung ins Krankenhaus.

12.09.2013

Der Trittauer Fun Parc startet heute Nacht mit der We Love FuPa Party ins Wochenende.

12.09.2013

Wentorfer Wehr übernimmt für 4000 Euro Einsatzauto von den Talkauer Kollegen.

12.09.2013
Anzeige